persons Thoroczkai Wigand, Ede

General Info

Name Thoroczkai Wigand, Ede
Alternative Names
  • Name laut ÖBL XML: Thoroczkai Wigand (Toroczkai, Toroczkay, Thoroczkay, Wiegand, Vigand), Ede
  • alternative Namensform: Toroczkai
  • alternative Namensform: Toroczkay
  • alternative Namensform: Thoroczkay
  • alternative Namensform: Wiegand
  • alternative Namensform: Vigand
  • ID 26700
    Gender male
    Notes None
    References None
    Lifespan 15.5.1869 - 20.1.1945
    Professions Bildende und angewandte Kunst, Architekt, Möbeldesigner, Graphiker, Ethnograph und Kunstsammler
    Collection(s)
  • ÖBL complete import test 30.8.16
  • Presse 6.9.2016
  • Bildende und angewandte Kunst 5-19
  • ÖBL Biographie
  • Uri(s) https://apis.eos.arz.oeaw.ac.at/entity/26700

    Relations

    Place

    Start End relation type Related place
    Geburtsort Budapest
    Sterbeort Budapest

    Label

    Label Label type ISO Code
    Thoroczkai Wigand (Toroczkai, Toroczkay, Thoroczkay, Wiegand, Vigand), Ede Name laut ÖBL XML deu
    Toroczkai alternative Namensform deu
    Toroczkay alternative Namensform deu
    Thoroczkay alternative Namensform deu
    Wiegand alternative Namensform deu
    Vigand alternative Namensform deu

    Texts

    Texts

    ÖBL Haupttext

    T. stud. 1886–90 an der Kunstgewerbl. Fachschule in Budapest Malerei, Graphik und angewandte Kunst und arbeitete danach als Maler mit bekannten Architekten wie ¿Albert Schickedanz und ¿Josef Hubert zusammen. Er war vermutl. 1892–1902 Mitarb. des Baubüros des Parlaments in Budapest, wobei er sich neben Erno Foerk mit der Innendekoration (Wand- und Glasbemalung) beschäftigte. Parallel dazu plante er Möbel und Einrichtungen, womit er auch internationale Anerkennung erzielte (1900 Silbermedaille der Weltausst. Paris, 1902 Goldmedaille der Kunstgewerbeausst. Turin, 1904 Silbermedaille der Weltausst. St. Louis). 1912 unternahm er eine Stud.reise nach Russland, Dtld., Finnland, Schweden und Polen. In seiner gesamten planer. Tätigkeit versuchte T., die Ideen der modernen engl. Möbelkunst mit der traditionellen ung. Volkskunst zu verbinden. 1902 publ. er dazu sein erstes Buch mit Möbelentwürfen und wurde im Folgejahr für seinen Plan eines Einfamilienhauses mit dem ersten Preis des Kunstmagazins „Muvészet“ ausgez. 1907–14 wohnte er in Neumarkt (Târgu Mure¿) und erbaute dort das Wirtschaftskammergebäude und in der Umgebung im Auftrag des Ackerbaumin. u. a. Wohnhäuser und Kirchen im lokalen Baustil. Während dieser Tätigkeit legte T. eine vielfältige ethnograph. Smlg. an, beschäftigte sich mit dem lokalen Dialekt und publ. seine Forschungen mit eigenen Illustrationen; bes. beschäftigte er sich mit Gartenkultur. Seine Zeichnungsser. über den Hof des Hunnenkg. Attila wurde von Miksa Róth in Form von farbigen Glasfenstern im Kulturpalast von Neumarkt realisiert. 1922–34 leitete T. an der Kunstgewerbeschule in Budapest eine Meisterkl., die sich dem Thema „Ungarisches Heim“ widmete, und arbeitete mehrere Empfehlungen für den Kunstunterricht aus. Der Schwerpunkt seiner Beschäftigung lag auf der Planung eines „Idealheims“ für Familien bzw. Künstler, in die er auch seine Ideen als Möbeldesigner einfließen ließ. T., Mitgl. der von den Präraffaeliten sowie den Ideen Tolstois beeinflussten Künstlerkolonie Gödöllo, war u. a. mit dem Architekten Gottlieb Eliel Saarinen und dem Maler und Architekten Akseli Gallén-Kallela befreundet. Letzteren unterstützte er auch in der Planung seines Ateliers im finn. Tarvaspää. T. verstarb während der Belagerung Budas vermutl. an Hunger, seine wertvolle Kunstsmlg. zerfiel nach seinem Tod.

    ÖBL Kurzinfo

    Thoroczkai Wigand (Toroczkai, Toroczkay, Thoroczkay, Wiegand, Vigand) Ede, Architekt, Möbeldesigner, Graphiker, Ethnograph und Kunstsammler. Geb. Pest (Budapest, H), 15. oder 19. 5. 1869; gest. Budapest (H), 20. 1. 1945.