persons Thun und Hohenstein, Friedrich Gf. von

General Info

Name Thun und Hohenstein, Friedrich Gf. von
Alternative Names
  • Name laut ÖBL XML: Thun und Hohenstein, Friedrich Gf. von
  • ID 26795
    Gender male
    Notes None
    References None
    Lifespan 8.5.1810 - 24.9.1881
    Professions Verwaltung, Diplomat
    Collection(s)
  • ÖBL complete import test 30.8.16
  • ÖBL Biographie
  • Uri(s) https://apis.eos.arz.oeaw.ac.at/entity/26795

    Relations

    Place

    Start End relation type Related place
    Geburtsort Děčín
    Sterbeort Děčín

    Label

    Label Label type ISO Code
    Thun und Hohenstein, Friedrich Gf. von Name laut ÖBL XML deu

    Texts

    Texts

    ÖBL Haupttext

    Böhm. Linie, Fideikommiss Tetschen. Sohn von Franz Anton d. Ä. Gf. v. T. u. H. (geb. Prag, Böhmen / Praha, CZ, 3. 10. 1786; gest. Tetschen, 18. 1. 1873) und Theresia Gfn. v. T. u. H., geb. Reichsgfn. v. Brühl (geb. Pförten, Sachsen / Brody, PL, 8. 11. 1784; gest. Prag, 8. 3. 1844), Bruder von ¿Franz Anton d. J. Gf. v. T. u. H. und ¿Leo Gf. v. T. u. H., Vater von ¿Franz Fürst v. T. u. H. und ¿Jaroslav Fürst v. T. u. H.; ab 1845 verehel. mit der Sternkreuzordensdame Leopoldine Gfn. v. T. u. H., geb. Gfn. v. Lamberg (geb. Brünn, Mähren / Brno, CZ, 9. 4. 1825; gest. Prag, 10. 4. 1902). – T. erhielt 1822–26 gem. mit seinen beiden Brüdern Privatunterricht im Elternhaus. 1827–31 stud. er Rechtswiss. an der Prager Univ. Daraufhin begab sich T. auf Bildungsreisen, die ihn nach Frankreich, England und Italien führten. Nach seiner Rückkehr 1835 trat er in den diplomat. Dienst ein. 1837 wurde er Attaché des k. Gesandten in Den Haag, 1838–44 Legationssekr. in Turin. Nach dreijähriger Dienstzeit in der Wr. Staatskanzlei erfolgte 1847 seine Ernennung zum Gesandten in Stockholm und 1849 in München. Nach Wiederherstellung des Dt. Bundes 1850 wurde T. Präsidialgesandter und Präs. des Frankfurter Bundestags. Diese Zeit war geprägt von Auseinandersetzungen mit dem preuß. Bundestagsgesandten Otto v. Bismarck; T. betrieb gegenüber Preußen eine offensive und wenig kompromissbereite Politik. 1852 wurde er als Gesandter nach Berlin beordert. 1855 teilte man ihn dem Gen.gouverneur von Lombardo-Venetien FM ¿Johann Josef Wenzel Gf. Radetzky v. Radetz als Ziviladlatus zu, bei dem er bis 1857 verblieb. 1859–62 diente er als Gesandter und bevollmächtigter Minister in St. Petersburg. Danach schied er aus dem aktiven Staatsdienst aus und kehrte nach Böhmen zurück. 1867 in den böhm. LT gewählt, schloss er sich der Gruppe der konservativen Feudalen seines Bruders Leo an. Daneben war T. Präs. des Prager Dombau-Ver. sowie des Kuratoriums der landwirtschaftl. höheren Lehranstalt Tetschen-Liebwerd. T. wurde 1850 w. Geh. Rat und erhielt 1852 das Großkreuz des Leopold-Ordens. Ab 1879 erbl. Mitgl. im HH des österr. RR.

    ÖBL Kurzinfo

    Thun und Hohenstein Friedrich Gf. von, Diplomat. Geb. Tetschen, Böhmen (Decín, CZ), 8. 5. 1810; gest. ebd., 24. 9. 1881; röm.-kath.