persons Selleny, Joseph

General Info

Name Selleny, Joseph
Alternative Names
  • Name laut ÖBL XML: Selleny (Seleny), Joseph
  • alternative Namensform: Seleny
  • ID 35622
    Gender male
    Notes
    References
    Lifespan 3.2.1824 - 22.5.1875
    Professions Bildende und angewandte Kunst, Maler
    Collection(s)
  • ÖBL complete import test 30.8.16
  • Presse 6.9.2016
  • Künstlerhaus 6.9.2016
  • DHA Innsbruck Model Trainingsdata
  • no entity, no revision
  • Präsidenten 26.7.2018
  • Bildende und angewandte Kunst 5-19
  • ÖBL Biographie
  • Uri(s) http://d-nb.info/gnd/122953371

    Relations

    Place

    Start End relation type Related place
    Geburtsort Wien
    Sterbeort Wien

    Label

    Label Label type ISO Code
    Selleny (Seleny), Joseph Name laut ÖBL XML deu
    Seleny alternative Namensform deu

    Texts

    Texts

    ÖBL Haupttext

    Unehel. Sohn eines Jägers; aus ärml. Verhältnissen. S. erhielt den ersten Unterricht ab 1838 an der Manufakturzeichenschule des polytechn. Inst. in Wien, u. a. bei Franz Xav. Gruber (s. d.), dessen Einfluß S.s künstler. Entwicklung als Zeichner und Aquarellist nachhaltig prägte. 1842–46 stud. er an der Wr. Akad. der bildenden Künste u. a. bei L. Kupelwieser (s. d.) und fand in A. v. Perger (s. d.) einen einflußreichen Förderer. Während dieser Zeit unternahm er als Begleiter von Franz Steinfeld und Th. Ender (s. d.) sowie gem. mit seinen Stud.kollegen Jan Novopacky und Gottfried Seelos (s. d.), mit denen er auch ein Atelier teilte, Reisen in Österr., Bayern und Oberitalien. Seinen Lebensunterhalt verdiente S. v. a. mit Arbeiten für lithograph. Anstalten. 1857 wurde er zum „Naturforscher“ der Novara-Expedition bestellt, wobei sein Aufgabengebiet u. a. die Erstellung von Küstenprofilen, Panoramen, sog. „Völkerportraits“, Architekturstud. und Ortsansichten sowie Stud. an Bord der „Novara“ umfaßte. Diese Arbeiten (946 Bll.) sind als das Hauptwerk S.s anzusehen. Leider blieben sie nicht in einer geschlossenen Smlg. erhalten, da das Kriegsmin. dem Anspruch der Erben S.s auf einen Großtl. der Arbeiten stattgeben mußte, wovon nur ein Tl. wieder rückgekauft wurde. Im Winter 1859/60 wurde er für die Brasilienreise von Erzhg. Ferdinand Maximilian (s. d.) als Zeichner engagiert. Im Mai 1860 begann S. mit den Illustrationen zum dreibändigen Novara-Werk (1861–62), suchte jedoch, als er sich nach der Auslieferung des ersten Bd. im Sommer 1861 heftiger Polemik seitens der Wr. Presse ausgesetzt sah, um Enthebung von der Red. des Bildtl. des Novara-Werkes an; ein von ihm geplanter zwölfteiliger Bilderzyklus zur Novara-Expedition wurde nie vollendet, wodurch auch seine ehrgeizigen Ambitionen, sich innerhalb der akadem. Malerschaft zu etablieren, einen merkl. Rückschlag erlitten. 1862 beschäftigte sich S. mit Entwürfen für die Planung des Wr. Stadtparks, die schließl. Siebeck (s. d.) zur Ausführung übertragen wurden. Ab 1852 stellte er regelmäßig im österr. Kunstver. aus und war u. a. ab 1861 Mitgl. der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens (Künstlerhaus), 1868 deren Vorstand, ab 1866 Mitgl. der Wr. Akad. der bildenden Künste. Trotz dieser ehrenvollen Funktionen zog sich S. im Laufe der nächsten Jahre allmähl. aus dem Kunstleben Wiens zurück und hielt sich u. a. in Südtirol auf. Während der Arbeit für eine Salondekoration in der Kaiservilla von Ischl (Bad Ischl) erlitt S. 1873 einen Nervenzusammenbruch, von dem er sich nicht mehr erholte; er verstarb zwei Jahre später in der Irrenanstalt in Inzersdorf bei Wien. S. zählt sicherl. nicht zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit, die Rolle des zeichnenden Bildberichterstatters der Novara-Expedition verleiht seinem Werk jedoch eine Sonderstellung in der Bilderflut des 19. Jh.

    ÖBL Kurzinfo

    Selleny (Seleny) Joseph, Maler. Geb. Meidling, NÖ (Wien), 3. 2. 1824 (Taufdatum); gest. Inzersdorf am Wienerberg, NÖ (Wien), 22. 5. 1875; röm.-kath.

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