persons Schindler, Emil Jakob

General Info

Name Schindler, Emil Jakob
Alternative Names
  • Name laut ÖBL XML: Schindler, Emil Jakob
  • ID 41819
    Gender male
    Notes
    References
    Lifespan 27.4.1842 - 9.8.1892
    Professions Bildende und angewandte Kunst, Maler
    Collection(s)
  • ÖBL complete import test 30.8.16
  • Künstlerhaus 6.9.2016
  • DHA Innsbruck Model Trainingsdata
  • Bildende und angewandte Kunst 5-19
  • Rumpolt Alpen Text GG
  • Preisträger KH 2.7.2019
  • ÖBL Biographie
  • Uri(s) http://d-nb.info/gnd/119000032

    Relations

    Person

    Start End Relation type Related person
    undefined Hofmann, Karl
    hatte als Kontakt Blau, Tina
    war Kind von Schindler, Margarethe Julie
    schlug für das Künstlerhaus vor Brüll, Eugen
    schlug für das Künstlerhaus vor Russo, Alfred

    Place

    Start End relation type Related place
    Geburtsort Wien
    Sterbeort Westerland

    Label

    Label Label type ISO Code
    Schindler, Emil Jakob Name laut ÖBL XML deu

    Texts

    Texts

    ÖBL Haupttext

    Sohn eines verarmten Fabrikanten, Neffe des Schriftstellers und Politikers Alexander J. S. (s. d.), Vater der Alma Mahler-Werfel; S., dessen Stiefvater Off. war, sollte die militär. Laufbahn einschlagen, lernte aber in Mailand den an der dortigen Akad. tätigen Landschaftsmaler Albert Zimmermann kennen und folgte ihm 1860 als Schüler an die Wr. Akad. der bildenden Künste, wo er 1857–68 stud. Darauf bildete er sich durch das Stud. der niederländ. Landschaftsmalerei des 17. Jh. und der Malerei der Schule von Barbizon weiter. S., der mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, reiste 1874 nach Dalmatien, 1875 gem. mit der Malerin Blau-Lang (s. d.), in die Niederlande. Nach einer schweren Krankheit besserte sich seine finanzielle Lage erst 1881, als er den gut dotierten Reichel-Preis erhielt. Die Sommermonate verbrachte er 1881–84, gem. mit seinerFamilie und seinem Schüler K. Moll (s. d.), in Bad Goisern (OÖ), seit 1885 im SchloßPlankenberg bei Neulengbach (NÖ), wo bald eine kleine Künstlerkolonie entstand, in der S. mit seinen Schülern, zu denen Moll, Olga Wisinger-Florian, Marie Egner (s. d.), Eduard Zetsche und Th. v. Hörmann (s. Hörmann v. Hörbach) gehörten, arbeitete. S. verstand es, seine sehr persönliche Weise, Natur zu erleben und zu „erfühlen“, weiter zu vermitteln, ohne den Schülern seine Maltechnik aufzuzwingen. 1887/88 weilte er in Dalmatien und auf Korfu. S. war mit vier Bildern (vollendet 1889) an der Ausgestaltung des neuen Naturhist. Hofmus. beteiligt. S. wurde u. a. 1888 Ehrenmitgl. der Wr. Akad. der bildenden Künste, 1891 erhielt er die Goldene Staatsmedaille. 1892 präsentierte eine Ausst. im Wr. Künstlerhaus zum ersten Mal eine größere Zahl seiner Werke. S.s Lieblingsmotive waren die Donau-Auen, der Wienerwald und die Wachau, er malte aber auch im Salzkammergut, in Dalmatien, Holland und auf Sylt. Seine frühen Naturstud. erinnern an den Realismus Ferdinand Georg Waldmüllers. Die Malerei S.s stand im bewußten Gegensatz zur „offiziellen“ und weithin geschätzten akadem., vorwiegend heroisierenden und romantisierenden Alpenmalerei. Sein Ziel war, das Wesen der Dinge, nicht allein deren reales Erscheinungsbild festzuhalten. Es gelang ihm, diesen Gesamteindruck aus Motiv, Tageszeit, Wettersituation usw. im Bild wiederzugeben und zu vermitteln. Für diese Malerei, deren Farbigkeit stets gedämpft und tonig war, wurde die Bezeichnung „Stimmungsimpressionsmus“ geprägt. Ihr Einfluß auf die Wr. Landschaftsmalerei reichte bis weit ins 20. Jh. hinein.

    ÖBL Kurzinfo

    Schindler Emil Jakob, Maler. * Wien, 27. 4. 1842; † Westerland/Sylt, Schleswig-Holstein (Deutschland), 9. 8. 1892.

    Online Edition Haupttext