persons Nüll, Eduard van der

General Info

Name Nüll, Eduard van der
Alternative Names
  • Name laut ÖBL XML: Nüll, Eduard van der
  • ID 53622
    Gender male
    Notes
    References
    Lifespan 9.1.1812 - 4.4.1868
    Professions Bildende und angewandte Kunst, Architekt
    Collection(s)
  • ÖBL complete import test 30.8.16
  • Künstlerhaus 6.9.2016
  • DHA Innsbruck Model Trainingsdata
  • ABK Professoren 24.7.2018
  • Bildende und angewandte Kunst 5-19
  • ÖBL Biographie
  • Uri(s) http://d-nb.info/gnd/118735691

    Relations

    Person

    Start End Relation type Related person
    undefined Barvitius, Anton Viktor
    wurde beauftragt Gerold, Moriz von

    Place

    Start End relation type Related place
    Geburtsort Wien
    Sterbeort Wien

    Label

    Label Label type ISO Code
    Nüll, Eduard van der Name laut ÖBL XML deu

    Texts

    Texts

    ÖBL Haupttext

    Erhielt 1824–28 Ausbildung im Elementarzeichnen an der Akad. der bildenden Künste in Wien, stud. 1828–32 Bauwesen am Polytechn. Inst. in Wien. 1832–35 diente er bei der galiz. Landesbaudion. in Lemberg (theoret. und prakt. Dienstprüfung). 1835–38 absolv. v. d. N. das Architekturstud. bei Nobile (s. d.) an der Akad. der bildenden Künste in Wien (drei akad. Preise). 1839 erhielt er die Goldmedaille des Hofpreises und ein dreijähriges Reisestipendium gem. mit Sicardsburg. 1843 wirkte v. d. N. als Prof. für Ornamentik an der Manufakturzeichenschule, 1845–64 als Nachfolger L. Försters (s. d.) als Prof. für Architektur an der Akad. der bildenden Künste in Wien. Er war 1850 Gründungsmitgl. der k. k. Central-Comm. zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale, Gutachter bei bedeutenden Konkurrenzen (1848 Pfarrkirche Altlerchenfeld, Wien, 1853 Maximilianswettbewerb, München, 1865 Domfassade, Florenz, 1867 Hofmus., Wien), Regierungsvertreter bei den Weltausst. in Paris 1855 und in Brüssel 1857, 1867 Mitgl. der Kunstsektion des Kultusmin. Ab 1860 ließ sich v. d. N. wegen der zunehmenden Arbeiten für die Wr. Stadterweiterung in der Lehrtätigkeit zuerst durch Hlávka (s. d.), später durch Rösner vertreten, 1864 wurde er wegen der Arbeiten am Opernhaus auf eigenen Wunsch in den dauernden Ruhestand versetzt. 1861 Oberbaurat. V. d. N. besaß eine fundierte bautechn. und eine vorzügliche, aber einseitige künstler. Ausbildung, die er durch auf seinen Reisen erworbene breite Stilkenntnis erweiterte. In 20jähriger Tätigkeit als Architekt und akad. Lehrer übte er, stets in Zusammenarbeit mit Sicardsburg, eine maximale Wirkung auf die Entfaltung der Baukunst in Österr. aus. Bei der Reorganisation des Architekturstud. an der Akad. der bildenden Künste in Wien spielten beide ab 1848 stets eine führende Rolle, wenn auch die erst 1868 genehmigten neuen Statuten der Akad. ihrer Auffassung in wesentlichen Punkten widersprachen. Obwohl v. d. N. und Sicardsburg durch die Forderung nach dem Stud. der bedeutendsten Baustile und deren hist. Untermauerung durch das neue Pflichtfach Kunstgeschichte den Stilpluralismus an der Akad. 1850 offiziell einführten, lag ihnen nichts ferner als die Aufspaltung der Baukunst in verschiedene Stilrichtungen, wie sie ab 1868 den Spezialschulen der Akad. zugrunde gelegt wurde. Sie vertraten die Idee des Gesamtkunstwerkes und waren überzeugt von der Notwendigkeit eines neuen Stils, der auf dem Zweck und der daraus folgenden Wahl der Konstruktion beruht und damit immer neue Charaktere erzeugt. V. d. N. und Sicardsburg konnten in ihren wenigen Bauten diese Ideen noch nicht voll verwirklichen, doch ist ihr Stil so weitgehend unbelastet von den Bindungen unmittelbarer Stilnachahmung, daß sich keiner ihrer Bauten als Ganzes stilhist. fixieren läßt. Ihr architekton. Werk wird heute zu den Hauptleistungen des sog. romant. Historismus gezählt.

    ÖBL Kurzinfo

    Nüll Eduard van der, Architekt. * Wien, 9. 1. 1812; † Wien, 4. 4. 1868 (Selbstmord).

    Online Edition Haupttext