persons König, Karl

General Info

Name König, Karl
Alternative Names
  • Name laut ÖBL XML: König, Karl (Carl)
  • alternative Namensform: Carl
  • ID 70156
    Gender male
    Notes
    References
    Lifespan 3.12.1841 - 27.4.1915
    Professions Bildende und angewandte Kunst, Architekt
    Collection(s)
  • ÖBL complete import test 30.8.16
  • Künstlerhaus 6.9.2016
  • Bildende und angewandte Kunst 5-19
  • Preisträger KH 2.7.2019
  • ÖBL Biographie
  • Uri(s) http://d-nb.info/gnd/121170160

    Relations

    Institution

    Start End relation type Related institution
    1875 1912 war Mitarbeiter von >> war o. Professor Technische Hochschule Wien
    1884 1888 war Mitarbeiter von >> war leitender Mitarbeiter >> war Dekan Technische Hochschule Wien
    1901 war Mitarbeiter von >> war leitender Mitarbeiter >> war Rektor Technische Hochschule Wien

    Person

    Start End Relation type Related person
    schlug für das Künstlerhaus vor Landau, Max

    Place

    Start End relation type Related place
    Geburtsort Wien
    Sterbeort Wien

    Label

    Label Label type ISO Code
    König, Karl (Carl) Name laut ÖBL XML deu
    Carl alternative Namensform deu

    Texts

    Texts

    ÖBL Haupttext

    Nach maler. Ausbildung bei H. Schwemminger und L. Schön stud. er am k. k. polytechn. Inst. in Wien bei J. Stummer v. Traunfels sowie an der Akad. der bildenden Künste bei F. v. Schmidt, in dessen Meisterschule er 1861 aufgenommen wurde. Interesse für mittelalterliche, insbesondere für got. Bauten veranlaßte K. zur Aufnahme österr. und italien. Denkmäler (Reisestipendium 1864 zum Stud. der Krypta von S. Marco in Venedig und S. Zeno in Verona), doch erweckte eine darauf folgende Studienreise nach Florenz und Rom das Interesse für die italien. Renaissance. Seine erste prakt. Ausbildung erhielt er 1864–66 beim Bau der Großmarkthalle in Wien III., 1866 trat er in die Baukanzlei J. Hlávka, Wien, ein. Auf einer von R. v. Eitelberger (s. d.) veranstalteten Ausst. im Österr. Mus. für Kunst und Industrie beteiligte er sich erfolgreich als Architekturzeichner, wodurch H. v. Ferstel (s. d.) auf ihn aufmerksam wurde und ihn 1866 als Ass. an die Lehrkanzel für Hochbau und Architektur am Polytechn. Inst. für Perspektive und Landschaftszeichnen wählte. 1868–70 machte er einen Konkurrenzentwurf für das Wr. Rathaus (3. Preis), einen preisgekrönten Entwurf für das Gebäude des galiz. Landtages in Lemberg, einen Konkurrenzentwurf für das Haus des österr. Ing.- und Architektenver. (3. Preis). Auf Studienreisen in Italien, Frankreich, Belgien und Deutschland folgte eine intensive Lehrtätigkeit. 1873 ao. Prof., 1875 o. Prof. für Propädeutik der Baukunst an der Techn. Hochschule Wien. Nach dem Tode Ferstels wurde dessen Lehrkanzel 1885 unter V. Luntz und K. aufgeteilt, wobei letzterer die Antike und Renaissancebaukunst zu betreuen hatte; 1884–88 Dekan, 1901 Rektor, 1908 Hofrat, 1912 i.R. Um 1900 machte K. einen Stilwandel mit, der nicht unberührt ist von dem gleichzeitig erfolgten Durchbruch sezessionist. Geschmacksrichtung. In K.s Bauten wirkte sich dies im Zurückdrängen der kleinteiligen flimmernden Ornamentik zugunsten einer großzügigeren, klareren Flächenteilung aus. Die Villa Kuffner, 1905–08, das Haus der Industrie, 1906–09, Wien I., Schwarzenbergplatz sowie der Erweiterungsbau der Techn. Hochschule, 1907–10, Wien IV., Karlsplatz, sind Zeugen dieses Stilwandels. K. war der Architekt des Wr. Neubarocks, bei dem er den italianisierenden Akzent seiner Vorläufer, vor allem Hasenauers (s. d.) zugunsten einer stärkeren Neubelebung österr. Barockformen zurückdrängte. Ohne von den Bahnen historisierenden Bauens und Entwerfens abzuweichen, macht sich doch auch in seinem Werk der große Stilwandel seiner Epoche fühlbar. Zu seinen bedeutendsten Schülern zählen Ohmann, Krauss, Holey.

    ÖBL Kurzinfo

    König Karl, Architekt. * Wien, 3. 12. 1841; † Wien, 27. 4. 1915.

    Online Edition Haupttext