persons Höfler, Alois

General Info

Name Höfler, Alois
Alternative Names
  • Name laut ÖBL XML: Höfler, Alois
  • ID 77127
    Gender male
    Notes None
    References None
    Lifespan 6.4.1853 - 26.2.1922
    Professions Geisteswissenschaft, Philosoph und Pädagoge
    Collection(s)
  • ÖBL complete import test 30.8.16
  • Mittelalter 7.9.2016
  • Lyon export test data
  • Geisteswissenschaftler 6-19
  • ÖBL Biographie
  • Uri(s) http://d-nb.info/gnd/116925272

    Relations

    Person

    Start End Relation type Related person
    rezipierte Brentano, Franz
    Kollege von Meinong von Handschuchsheim, Alexius
    rezipierte Ehrenfels, Christian Frh. von
    rezipierte Wagner, Richard
    rezipierte Martinak, Eduard
    rezipierte Witasek, Stephan

    Place

    Start End relation type Related place
    Geburtsort Kirchdorf an der Krems
    Sterbeort Wien
    1876 1903 wirkte in Wien
    ausgebildet in Wien

    Label

    Label Label type ISO Code
    Höfler, Alois Name laut ÖBL XML deu

    Texts

    Texts

    ÖBL Haupttext

    Stud. an der Univ. Wien 1871–76 Math. und Physik, 1876 Prüfung für das Lehramt an Mittelschulen in diesen Fächern. Unter dem Einfluß von F. Brentano (s. d.) und in Studiengemeinschaft mit A. Meinong wandte sich H. von 1876 an immer mehr der Phil. und durch seine Tätigkeit als Gymnasiallehrer in Wien (1876–1903) pädagog. Fragen zu. Von Brentano übernahm H. die Auffassung vom Wesen des Urteils und der Evidenz als Kriterium der Wahrheit, sowie wesentliche Gesichtspunkte in der Ethik, von Meinong die Gegenstandstheorie und die emotionale Präsentation, mit Chr. v. Ehrenfels traf er sich in der Lehre von den Gestaltwahrnehmungen und hob namentlich das Merkmal der Transponierbarkeit hervor, um in den letzten Jahren den Begriff der Gestalt auch auf musikal. Gebilde und auf das organ. Leben anzuwenden. Außerdem wurde seine geistige Persönlichkeit nachhaltig durch R. Wagners Kunstwerk und Kunstlehre mitgeformt. Die Pädagogik betrachtete H. als prakt. Wiss., begründet auf Ethik, Logik und Psychol.; in der psycholog. Grundlegung folgte er der Dispositionspsychol. der Grazer Schule (A. Meinong, Ed. Martinak, St. Witasek). In der Bildungstheorie forderte er die Verbindung realist. und humanist. Bildungselemente, einer exakten Denkschulung durch Math. und Physik und einer Formung von Werterleben und Weltanschauung durch die Werke der Dichtung und Musik. Auf dem Gebiete der speziellen Unterrichtslehre der naturwiss. Fächer (Math., Physik, Astronomie) und des philosoph. Einführungsunterrichtes an Mittelschulen war H. einer der bedeutendsten Fachleute seiner Zeit. Außerdem beschäftigten ihn dauernd die Probleme der Neugestaltung des österr. Schulwesens. H.s sehr ausgebreitetes wiss. Lebenswerk umfaßt Handbücher der Physik, der Logik und der Psychol., Lehrbücher dieser Disziplinen für den Mittelschulunterricht, dazu eine große Zahl von Abh. auf den Gebieten der Phil., der Psychol., der allg. Pädagogik, der Spezialdidaktik seiner Fächer, der Schulreform und über R. Wagner. Korr. Mitgl. der Akad. d. Wiss. in Wien.

    ÖBL Kurzinfo

    Höfler Alois, Philosoph und Pädagoge. * Kirchdorf a. d. Krems (O.Ö.), 6. 4. 1853; † Wien, 26. 2. 1922.