persons Ferstel, Heinrich Frh. von

General Info

Name Ferstel, Heinrich Frh. von
Alternative Names
  • Name laut ÖBL XML: Ferstel, Heinrich Frh. von
  • ID 84110
    Gender male
    Notes
    References
    Lifespan 7.7.1828 - 14.7.1883
    Professions Bildende und angewandte Kunst, Architekt
    Collection(s)
  • ÖBL complete import test 30.8.16
  • Künstlerhaus 6.9.2016
  • Nachrecherche
  • Bildende und angewandte Kunst 5-19
  • ÖBL Biographie
  • Uri(s) http://d-nb.info/gnd/118532634

    Relations

    Institution

    Person

    Start End Relation type Related person
    war Kind Ferstel, Max Frh. von
    hatte als Verwandten Koechlin, Karl
    wurde gefördert Ludwig, Viktor Erzhg. von Österr.

    Place

    Start End relation type Related place
    Geburtsort Wien
    Sterbeort Wien

    Label

    Label Label type ISO Code
    Ferstel, Heinrich Frh. von Name laut ÖBL XML deu

    Texts

    Texts

    ÖBL Haupttext

    Vater des Folgenden. Stud. 1843–47 am Wr. Polytechn. Institut, 1845–48 an der Wr. Akad. d. bild. Künste bei Kupelwieser und Ender, 1847–48 bei Rösner, Van der Nüll und Siccardsburg, 1848 in Prag. Seit 1849 wieder in Wien, schloß er 1850 seine Akademiestud. ab und arbeitete 1851–53 im Atelier seines Onkels Fritz Stache in Prag, dann wieder in Wien; 1854 Konkurrenzentwurf für die Votivkirche; 1856 Heirat mit Charlotte Fehlmayer in Prag. 1859–69 in der Wr. Baukommission, gab er als Juror und Schiedsrichter zahlreiche Gutachten für Wr. Neubauten ab, 1864 Kurator des österr. Mus. für Kunst und Industrie, 1865 Mitgl. und akad. Rat der Wr. Akad. d. bild. Künste, 1866 o. Prof. des Hochbaues am Wr. Polytechn. Institut, dessen Lehrbetrieb er reformierte, 1871 Oberbaurat, 1879 Ehrenbürger der Stadt Wien, Mitgl. vieler in- und ausländischer wiss. und künstl. Ges. F., der bei der Ausgestaltung der Wr. Ringstraße sein großes Tätigkeitsfeld fand, gehört zu den Hauptvertretern der Architektur des Historismus. Er machte zahlreiche Studienreisen, u.a. 1849 nach München, 1855 nach Italien und Köln, 1856 nach Frankreich, 1876 nach Norddeutschland und wurde vielfach geehrt und ausgezeichnet. Seine Bauten verraten monumentale Planung und zeigen prunkvolle Ausgestaltung; im Sinne des Historismus bringen sie eine selbständige Auseinandersetzung mit den historischen Stilen. Dabei ging F. von mittelalterlichen Vorbildern (franz. Gotik, italienische Trecentoarchitektur) aus, gelangte in den sechziger Jahren, besonders unter dem Einfluß Gottfried Sempers (s. d.) zu einer Form der Neurenaissance, die in seinen Spätwerken in einen Neobarock übergeführt wird.

    ÖBL Kurzinfo

    Ferstel Heinrich Frh. von, Architekt. * Wien, 7. 7. 1828; † Wien, 14. 7. 1883.