persons Bick, Josef

General Info

Name Bick, Josef
Alternative Names
  • Name laut ÖBL XML: Bick, (Johann) Josef
  • alternative Namensform: Johann
  • ID 88683
    Gender male
    Notes None
    References None
    Lifespan 22.5.1880 - 5.4.1952
    Professions Verwaltung, Geisteswissenschaft, Bibliothekar
    Collection(s)
  • ÖBL complete import test 30.8.16
  • 300 random select
  • Geisteswissenschaftler 6-19
  • ÖBL Biographie
  • Uri(s) http://d-nb.info/gnd/11616185X

    Relations

    Place

    Start End relation type Related place
    Geburtsort Abstatt
    Sterbeort Wien
    hielt sich auf in Wien
    hielt sich auf in Wien

    Label

    Label Label type ISO Code
    Bick, (Johann) Josef Name laut ÖBL XML deu
    Johann alternative Namensform deu

    Texts

    Texts

    ÖBL Haupttext

    Sohn des fürstlichen Försters Johann Baptist Bick. – B. studierte nach dem Besuch des Gymnasiums in Bensheim 1900–05 klassische Philologie, Germanistik und Alte Geschichte an der deutschen Universität Prag sowie an der Universität Gießen, 1905 Dr. phil. der deutschen Universität Prag, 1910 Habilitation für klassische Philologie an der Universität Wien. 1914 wurde er zum ao. Univ. Prof. für klassische Philologie an der Universität Wien ernannt. 1907–38 und 1945–49 war B., der 1907 die österreichische Staatsbürgerschaft annahm, Bibliothekar in der k. k. Hofbibliothek, der späteren Österreichischen Nationalbibliothek, ab 1918 Vizedirektor, 1923 Direktor, 1926 Generaldirektor, 1934–38 sowie 1945–46 Direktor der Staatlichen graphischen Sammlung Albertina. 1934–38 Vorsitzender des Bundeskulturrats und 2. Vizepräsident des Bundestags, wurde er am 16. März 1938 vom Schreibtisch weg verhaftet, am 1. April 1938 mit dem sogenannten „Prominententransport“ ins KZ Dachau gebracht und in der Folge ins KZ Sachsenhausen bei Berlin überstellt. Mit Juni 1938 aus dem Staatsdienst entlassen, war er von Ende August 1938 bis Kriegsende im niederösterreichischen Piesting unter Hausarrest gestellt. 1926–38 und 1945–48 Konsulent für Bibliotheksangelegenheiten im Unterrichtsministerium, 1947 Vorsitzender der Österreichischen Zentralkommission zur Bekämpfung der NS-Literatur, war B. wohl der prägendste Bibliothekar Österreichs im 20. Jahrhundert. Er entwickelte die ehemalige Hofbibliothek zu einer wissenschaftlichen Gebrauchsbibliothek und bewirkte u. a. eine Vereinheitlichung der bibliothekarischen Ausbildung in Österreich, moderne Bibliothekskataloge und die Einführung eines internationalen Leihverkehrs. Als er 1945 zum Generalinspektor für das gesamte österreichische Bibliothekswesen ernannt wurde, reorganisierte er dieses von Grund auf; so initiierte er etwa ab 1946 die „Österreichische Bibliographie. Verzeichnis der österreichischen Neuerscheinungen“. Seit Studienbeginn war B. Mitglied der katholischen Studentenverbindung Ferdinandea Prag, 1905 Gründungsbursche der Vandalia Prag und später Mitglied in mehreren anderen Cartellverbands-Verbindungen. 1921 Hofrat. Er erhielt das Komturkreuz II. und I. Klasse für Verdienste um die Republik Österreich, 1931 das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. 1945 wurde B. zum korrespondierenden Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Auch zahlreiche deutsche Ehrungen wurden ihm zuteil. B. war langjähriger Vorsitzender der staatlichen Prüfungskommission für die Bibliotheksausbildung, Mitglied des Expertenkomitees für internationale Bibliotheksangelegenheiten des Institut international de coopération intellectuelle in Paris, Mitglied der Österreichischen Landeskommission des Völkerbundes für die geistige Zusammenarbeit und zahlreicher anderer wissenschaftlicher Gesellschaften und Vereine des In- und Auslandes.

    ÖBL Kurzinfo

    Bick (Johann) Josef, Bibliothekar. Geb. Schloss Wildeck bei Abstatt, Württemberg (D), 22. 5. 1880; gest. Wien, 5. 4. 1952; röm.-kath.