persons Berger, Julius Victor

General Info

Name Berger, Julius Victor
Alternative Names
  • Name laut ÖBL XML: Berger, Julius Victor
  • ID 89130
    Gender male
    Notes
    References
    Lifespan 20.7.1850 - 17.11.1902
    Professions Bildende und angewandte Kunst, Maler
    Collection(s)
  • ÖBL complete import test 30.8.16
  • Künstlerhaus 6.9.2016
  • DHA Innsbruck Model Trainingsdata
  • ABK Professoren 24.7.2018
  • Bildende und angewandte Kunst 5-19
  • Preisträger KH 2.7.2019
  • ÖBL Biographie
  • Uri(s) http://d-nb.info/gnd/123480981

    Relations

    Person

    Start End Relation type Related person
    schlug für das Künstlerhaus vor Fischmeister, Franz d. J.
    schlug für das Künstlerhaus vor Klarwill, Isidor von

    Place

    Start End relation type Related place
    Geburtsort Neutitschein
    Sterbeort Wien

    Label

    Label Label type ISO Code
    Berger, Julius Victor Name laut ÖBL XML deu

    Texts

    Texts

    ÖBL Haupttext

    Sohn des Kirchenbildmalers Ignaz Johann Berger (geb. Neutitschein, Juli 1822; gest. Wien, 29. 7. 1901). – B., der in seiner Jugend mit ¿Hans Makart befreundet gewesen war, studierte 1864–74 an der Wiener Akademie der bildenden Künste (ABK) u. a. bei ¿Karl Mayer und ¿Eduard von Engerth; 1874–77 konnte er sich mit Hilfe eines Hof-Reisestipendiums in Italien (Verona, Padua, Treviso, Maser, Venedig und Rom) weiterbilden, wo er sich insbesondere dem Studium dekorativer Raumausstattungen unter dem Einfluss von Paolo Veronese widmete. 1881–87 unterrichtete B. als Professor für dekorative Malerei an der Wiener Kunstgewerbeschule (zu seinen Schülern zählten u. a. die Brüder ¿Gustav Klimt und ¿Ernst Klimt sowie ¿Franz von Matsch), 1887–1902 wirkte er als Professor an der allgemeinen Malerschule der Wiener ABK. B. schuf Historienbilder, Porträts, dekorative Raumausstattungen für öffentliche und private Gebäude, Genre sowie ornamentale Kleinkunst (Illustrationen für Titelbilder, Diplome, Glückwunschadressen, Ehrenbürgerurkunden etc.). Seine Entwürfe für die Deckenfresken im Wiener Justizpalast (1880, Skizzen im Kupferstichkabinett der ABK Wien) verkörpern die inhaltlich komplexeste Deckengestaltung der Wiener Ringstraßenzeit: Sakrale Sujets, ein Tugendprogramm, patriotisch dynastisches Gedankengut und die denkmalhafte Verklärung berühmter Persönlichkeiten wurden in ein reiches Dekorationssystem barocker Prägung eingebettet. Bei seinem Hauptwerk „Die Mäzene der bildenden Künste im Hause Habsburg“, einem monumentalen Deckengemälde im Kunsthistorischen Hofmuseum, 1890–92, kam es zu einer völligen Abkehr vom neobarocken Formenrepertoire. Die geschlossene figurenreiche Komposition von renaissancehafter Klarheit zeigt seine Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksmitteln. Die Entwürfe für Deckengemälde der Aula der Universität Wien, 1893–94, und für Wandgemälde der Aula der Universität Graz, 1901 (beide im Kupferstichkabinett der ABK Wien) blieben trotz Hinzufügung einer Reihe symbolistischer Motive dem Historismus verpflichtet. In sich versunkene Figuren ohne jegliche Interaktion offenbaren aber auch die persönliche seelische Vereinsamung und Abkapselung des Künstlers in seiner letzten Schaffensperiode. B. war ab 1871 Mitglied der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens (Künstlerhaus) und wurde 1898 mit der Erzhg. Carl Ludwig-Medaille in Gold ausgezeichnet.

    ÖBL Kurzinfo

    Berger Julius Victor, Maler. Geb. Neutitschein, Mähren (Nový Jicín, CZ), 20. 7. 1850; gest. Wien, 17. 11. 1902 (Ehrengrab: Wiener Zentralfriedhof); röm.-kath.

    Online Edition Haupttext