Till von Kostryn, Ernst

Jurist und Rechtswissenschaftler, geb. 4.1.1846 in Bereschany, gest. 21.3.1926 in Lemberg

Sohn des Beamten Józef Till und von Marja Till, geb. Winkler v. Seefels (1820–1878), Vater des Advokaten und Juristen Artur T. v. K. (1874–1936) sowie des Bauing. Stanislaw T. v. K. (geb. 1875); ab 1899 verheiratet mit Adolfina Till, geb. Klemensiewicz (geb. 3. 6. 1852; gest. 24. 10. 1911). ¿ Nach dem Besuch des Gymn. in Lemberg (L’viv) stud. T. 1865–70 Jus an der dortigen Univ., u. a. Zivilrecht bei Ferdynand Zródlowski; 1871 Dr. iur. an der Univ. Krakau. 1873–74 unterrichtete er Rechtswiss. an der höheren Landwirtschaftsschule (Wyzsza Szkola Rolnicza) in Dublany, 1873–78 an der höheren Forstschule (Wyzsz¿ Szkol¿ Lasow¿) in Lemberg, gleichzeitig arbeitete er bei diversen Gerichten. 1878 eröffnete er eine Kanzlei in Lemberg. 1877 habil. sich T. an der Univ. Krakau; i. d. F. Priv.Doz. an der Univ. Lemberg, 1888¿95 tit. Prof., 1895¿1905 ao., ab 1905 o. Prof. für Zivilrecht, 1906¿07 Dekan, 1907¿08 Prodekan der jurid. Fak., ab 1921 Hon.-Prof. für Zivilrecht. T., der 1886–87 auch im Lemberger Stadtrat saß, gilt als Begründer der Lemberger Zivilrechtsschule. Ab 1874 red. er die Z. „Prawnik“, 1876 gründete er zusammen mit August Bálasits, Karol Stromenger und Wladyslaw Kosinski die Z. „Przeglad Sadowy i Administracyjny“ (1892–1939 „Przeglad Prawa i Administracji“), die er 1880–1926 auch red. T. arbeitete weiters den Vorentwurf des poln. „Gesetzbuchs der Schuldverhältnisse“ (1933) aus. Ab 1897 war er k. M. der hist.-phil. Abt. der AU in Krakau, 1912 Präs. der Lemberger jurist. Ges. (Towarzystwo Prawnicze we Lwowie), ab 1919 Vizepräs. der Gesetzgebungskomm. der Republik Polen, ab 1920 Mitgl. der Lemberger wiss. Ges. (Towarzystwo Naukowe we Lwowie) und ab 1921 der Warschauer wiss. Ges. (Towarzystwo Naukowe Warszawskie), außerdem Mitgl. der kulturellen Ges. Towarzystwo Muzyczne und Towarzystwo Sztuk Pieknych sowie der Dion. der Blindenanstalt. Seine Privatbibl. vermachte T. dem Lehrstuhl für Zivilrecht der Univ. Lemberg. 1898 erhielt er den Orden der Eisernen Krone III. Kl., 1911 HR, 1917 nob. Er war weiters Träger des Komturkreuzes des Ordens Polonia Restituta; 1925 Dr. h. c. der Univ. Lemberg.

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  • Geburtsort > Bereschany
  • Sterbeort > Lemberg

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