Szilasy, János

Szilasy János (Johann), Theologe. Geb. Bögöte (H), 7. 1. 1795; gest. Großwardein, Ungarn (Oradea, RO), 4. 11. 1859; röm.-kath.

S. absolv. das Gymn. und die Humaniora in Steinamanger (Szombathely). 1813 trat er in das dortige Diözesanseminar ein, wo er mit dem Theol.stud. begann, das er 1813–16 am kath. Zentralseminar in Pest (Budapest) fortsetzte; 1817 Dr. theol. Daneben stud. er klass. Sprachen, insbes. Griech., zudem auch Arab. und Syr.; 1818 zum Priester geweiht, war er kurzfristig als Erzieher tätig, erhielt jedoch im selben Jahr die Leitung des Diözesanseminars in Ödenburg (Sopron), wo er außerdem ab 1819 als Prof. für Moral- und Pastoraltheol. wirkte. Gleichzeitig veröff. er theol. und phil. Stud., u. a. in der wiss. Smlg. „Tudományos gyujtemény“, dem „Magyar Kurír“ und dem vaterländ. Nachrichtenbl. „Hazai és külföldi tudósítások“, sowie umfangreiche Arbeiten zu Wiss., Erziehung und Seelsorge, u. a. „A’ nevelés’ tudománya“, 2 Bde., 1827. Hervorzuheben ist seine Mitarb. bei der Hrsg. des theol. Wörterbuchs „Latin magyar köztanulatos egyházi muszótár“, 1835, und des phil. Wörterbuchs „Philosophiai muszótár“, 1835. Reisen führten ihn in die Stmk., nach Italien, Dtld., Frankreich und England. 1835–52 war er Prof. für Pastoraltheol. an der theol. Fak. der Univ. Pest, 1837–38, 1842–43 und 1846–48 Dekan. Lange arbeitete S. an seinem drei Bde. umfassenden pastoraltheol. Werk „A lelkipásztorság tudománya“, 1842, das von der Pester theol. Fak. ausgez. wurde. Differenziert nahm er zu vielen phil. Fragen Stellung. Mit seinen Studien „Philosophiai tanulmányai“, 1856, veröff. er nicht nur eine krit. Auseinandersetzung mit den Schriften Rousseaus und Voltaires, sondern auch Lebenserfahrungen. S., der sich als Moraltheologe zeit seines Lebens für eine Hebung der religiösen Erziehung einsetzte, war ab 1827 Gmd.rat in Steinamanger. 1830 o. Mitgl., 1858 Ehrenmitgl. der MTA.


Werke: Weitere W.: s. Szinnyei.
Literatur: Das geistige Ungarn; M. Életr. Lex.; M. Irodalmi Lex. I, II; Pallas; Szinnyei (m. W. u. L.); Wurzbach; L. Markó u. a., A MTA tagjai 1825–2002, 3, 2003 (m. B.); Mitt. István Fazekas, Wien, Zoltán Rokay, Budapest, H.
Autor: (H. Grössing)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 14 (Lfg. 64, 2013), S. 158

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  • geboren in > Bögöte
  • gestorben in > Großwardein