Székely, Ferenc

Székely Ferenc, Jurist, Beamter und Politiker. Geb. Steinamanger (Szombathely, H), 11. 3. 1842; gest. Budapest (H), 17. 3. 1921.

S. besuchte die Mittelschule der Prämonstratenser in Steinamanger und stud. 1861–65 Rechtswiss. an der Univ. Pest; 1866 Dr. iur. 1870 legte er die Anwaltsprüfung ab. Ab 1865 war er Praktikant an der kgl. Tafel in Pest (Budapest); 1867 zunächst Konzeptspraktikant, später Konz. im ung. Justizmin. 1871 wurde er zum substituierenden Staatsanwalt und 1890 zum Kurialrichter ernannt. 1897–1900 fungierte S. als Präs. der Komm. für die Vorbereitung der Strafrechtskodifizierung, 1900 erfolgte seine Ernennung zum Obersten Budapester Staatsanwalt; 1902–10 war er Kronanwalt. Ab 1910 wirkte er als Justizminister in der Regierung Khuen-Héderváry sowie im Kabinett Lukács, trat jedoch 1913 aus Protest gegen die Erweiterung des Wahlrechts zurück. Von Jänner bis März 1910 war er außerdem prov. Kultusminister. S. gehörte zu den bedeutendsten Juristen seiner Zeit und spielte eine wesentl. Rolle bei der Modernisierung der ung. Rechtspflege, v. a. bei der Reformierung der Zivilprozessordnung. Er publ. zahlreiche jurid. und einige polem. Artikel in verschiedenen Fachz. und Ztg. 1900 wurde er Ritter des Leopold-Ordens, 1905 erhielt er den Orden der Eisernen Krone II. Kl. Er war Begründer, weltl. Kurator und Mitgl. des Obersten Rats der Unitarierkirche in Budapest.


Werke: s. Szinnyei.
Literatur: M. Életr. Lex.; Pallas; Szinnyei (m. W.); Magyarország vármegyéi és városai. Vasvármegye, 1898, S. 351; Vasárnapi Ujság 49, 1902, S. 729f. (m. B.); Magyar politikai lex. 1, (1929); J. Bölöny – L. Hubai, Magyarország kormányai 1848–1992, 1992; UA, Budapest, H.
Autor: (I. Fazekas)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 14 (Lfg. 64, 2013), S. 134f.

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  • geboren in > Steinamanger
  • gestorben in > Budapest