Staff, Alois

Staff Alois, Techniker. Geb. Buchau, Böhmen (Bochov, Tschechien), 19. 6. 1866; gest. ebd., 3. 9. 1931.

S. stud. ab 1885 an der Dt. TH Prag und war hier 1894–95 Ass. für Wasserbau. 1899 trat er in den österr. Staatsdienst, war zuerst leitender Ing. bei der Verbauung und tw. Überwölbung des Wienflusses innerhalb der Stadt Wien und dann bei der Rheinflußregulierung in Bregenz. Im Staatsbaudienst bei der Statthalterei Innsbruck leitete er 1902–08 als Ing. und 1908–12 als Obering. Trassierung und Bau der Verbindung Sterzing – Meran über den Jaufenpaß, sowie der Straßen im Ultental, Sarntal, Lechtal und über den Gaicht- und Brocon-Paß. 1912–14 Bauleiter von St. Leonhard in Passeier (San Leonardo in Passiria), errichtete er im 1. Weltkrieg als Baurat und Kmdt. der Straßenbaudion. Wolkenstein und Gadertal den Verkehrsweg über das Grödner- und Sellajoch und die Gadertalstraße. 1922 als Oberbaurat der Tiroler Landesregierung i. R. S. leitete i. d. F. in Buchau, wo er Gründungsmitgl. des Dt. Turnver. war, Grabungsarbeiten am Schloßberg und die Rekonstruktion der Ruine Hartenstein. Für seine vielfachen Verdienste erhielt S. u. a. das Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens.


Literatur: DBE; Egerländer Biograf. Lex. 2; Die k. k. Dt. TH in Prag 1806–1906, red. F. Stark, 1906, S. 260, 493; H. Leipold – W. Heinzl, in: Heimatbrief für den Kreis Luditz-Buchau und Dt. Manetin 16, 1964, S. 422; O. Vogel, Prager Techniker, 1976 (Typoskript, Materialiensmlg. ÖBL, Wien).
Autor: (M. Martischnig)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 13 (Lfg. 59, 2007), S. 79

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