Splény von Miháldy, Gabriel Frh.

Splény(i) von Miháldy Gabriel Frh., General. Geb. Ternye, Ungarn, (Terna, Slowakei), 2. 10. 1734; gest. Szilvásújfalu, Ungarn (Slivník, Slowakei), 1. 4. 1818.

Aus altem ung. Adel, Sohn des Gen. der Kav. Gabriel (1690–1762), Vater von Ignaz Pankraz Galeaz und Franz Frh. S. v. M. (beide s. u.), Großvater von Ludwig (Lajos) Frh. S. v. M. (s. d.). Nach Erziehung im Jesuitengymn. in Kaschau (Košice) und der Theresian. Ritterakad. in Wien trat S. 1752 als Fähnrich in die Inf. ein, wurde 1756 zum IR 39 transferiert, bei dem er (1757 Hptm., 1760 Mjr.) den Siebenjährigen Krieg mitmachte. 1768 Obst., erhielt S. das Kmdo. über das Rgt., wurde 1773 zum GM befördert und im folgenden Jahr mit der Leitung der Militäradministration der neuerworbenen Bukowina betraut, wo er die Landesverwaltung reorganisierte und u. a. die Voraussetzungen für ein allg. Schulwesen schuf. Danach kehrte er wieder in den aktiven Dienst zurück, nahm am Bayr. Erbfolgekrieg (1778) teil und zeichnete sich – 1785 FML – v. a. im Türkenkrieg 1788–90 aus: Für sein Verhalten beim Treffen von Adschud (Adjud) erhielt er 1789 das Ritterkreuz, nach der Schlacht bei Fokschan (Focsani) das Kommandeurkreuz des MMTO (1790). 1791 fungierte er als Obergespan des Szabolcser Kom., führte 1793 eine Div. in den Kämpfen gegen Frankreich und wurde 1794 Interimskmdt. der Festung Olmütz. 1795 trat er als Geh. Rat i. d. R., übernahm aber 1799 das Kmdo. der ung. adeligen Insurrektion jenseits der Theiß. S. war ab 1788 auch Inhaber des IR 51. Auch zwei von S.s Söhnen ergriffen die militär. Laufbahn: Ignaz Pankraz Galeaz Frh. S. v. M. (geb. Mailand, Hg.tum Mailand / Milano, Italien, 3. 4. 1772 oder Szilvásújfalu, 1768; gest. Miskolc, Ungarn, 20. 3. 1840) trat sehr früh in die Kav. ein, nahm bereits 1788 am Türkenkrieg und ab 1793 an den Feldzügen gegen Frankreich teil, wurde 1789 Rtm., 1797 Mjr. und zeichnete sich 1798 bei der Belagerung von Cuneo aus. 1804 Obst., 1809 GM und 1813 FML, tat er sich im Feldzug von 1813/14 hervor. Danach war er zunächst Divisionär in Pest (Budapest). 1830 Gen. der Kav. und Geh. Rat., fungierte er ab 1831 als Adlatus des kommandierenden Gen. in Ofen (Budapest) sowie ab 1833 als Kapitänlt. der ung. adeligen Leibgarde. Ein zweiter Sohn, Franz Frh. S. v. M. (geb. Casalmaggiore, Hg.tum Mailand/Italien, 17. 11. 1774 oder 1768; gest. Klausenburg, Siebenbürgen/Cluj-Napoca, Rumänien, 9. 1. 1829), diente ab 1786 bei der Inf., ab 1789 bei der Kav., wurde 1800 Mjr., 1806 Rgt.kmdt., 1809 GM und erstürmte 1809 das Dorf Aspern; 1815 FML, fungierte er als Divisionär in Hermannstadt (Sibiu). Er wurde 1823 2., 1825 1. Inhaber des IR 31 und trat 1828 i. d. R.


Literatur: ADB; Hirtenfeld; Wurzbach; F. Mayer, Geschichte des k. k. IR Nr. 39, 1875, S. 4, 39f., 43, 60, 66, 670; M. Maendl, Geschichte des k. u. k. IR Nr. 51, 1, 1897, S. 588ff.; J. J. Gudenus, A magyarországi fönemesség XX. századi genealógiája 3, 1998, S. 244ff.; KA, Wien. – Ignaz Pankraz Galeaz Frh. S. v. M.: Wurzbach; KA, Wien. – Franz Frh. S. v. M.: K. v. Blazekovic, Chronik des k .u .k. IR Nr. 31 ..., durchgesehen und ergänzt J. Pössl, 1–2, 2. Aufl. 1909, S. 263, 287ff., 356, 361f. (m. B.), 710, 712; KA, Wien.
Autor: (A. Schmidt-Brentano)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 13 (Lfg. 59, 2007), S. 43f.

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