Sonnenthal, Samuel

Photograph und Photoverleger, geb. 25.1.1840 in Budapest, gest. 1896 in Budapest

mit der Schauspielerin Berta, geb. Frank(el) (geb. Wien, 9. 5. 1853; gest. ebd., 17. 7. 1880), Schwager von K. Frankl (s. d.). S. erlernte das Photographenhandwerk und eröffnete um 1868 in Wien 1 ein Photoatelier, das er in den 70er Jahren um einen Verlag erweiterte und bis 1892 unter dem Namen „Zum Burgtheater“ führte. Er fertigte u. a. Photographien im Visitkartenformat und verlegte neben topograph. Ansichten von Wien und Aufnahmen von Veduten Porträtphotos zahlreicher Prominenter, insbes. Ser. von bekannten Hofschauspielern, Sängern und Dichtern, tw. auch als Karikaturen. In den 70er Jahren stellte er auch Stereobilder her. Bekannt wurde S. durch seine nach der Methode des Berliner Photographen Alphons L. Grüne auf Porzellan, Glas und Email eingebrannten Photographien, wobei er jedoch Transmutations- statt Staubfarbenbilder herstellte, i. d. F. allerdings durch J. Leth (s. d.) ernstzunehmende Konkurrenz erhielt. 1870 verurteilte das Wr. Landesgericht S. wegen unerlaubter Vervielfältigung von „decolletirten“ Aufnahmen der Operettensängerin Hermine Meyerhoff. In den 90er Jahren kehrte er nach Budapest zurück. Sein Sohn Hans Friedrich S. (geb. Wien, 12. 12. 1875; gest.nach 27. 11. 1939) ergriff die schauspieler. Laufbahn. Er war 1912/13 und 1921 an den Wr. Jarno-Bühnen engag., leitete im Herbst 1923 kurzfristig das Wr. Lustspieltheater und Mitte der 20er Jahre den Ver. Arbeiterheim Margarethen. 1927 als Darsteller in Märchenstücken und Partner der Niese (s. d.) in der Komödie „Keuschheitskonkurrenz“ wiederum am Lustspieltheater, war er zuletzt Dir. einer Wanderbühne. 1939 flüchtete er vermutl. in die USA.

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Literatur, Buch- und Zeitungswesen Bildende und angewandte Kunst

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  • Geburtsort > Budapest
  • Sterbeort > Budapest

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