Sonne, Abraham

Schriftsteller, geb. 13.9.1883 in Przemyśl, gest. 29.5.1950 in Hod haScharon

Ramatayim (Israel), 29. 5. 1950; mos. – Nach Stud. in Wien und Berlin (sein Doktorat ist nicht nachweisbar) unterrichtete S. 1913/14 am hebr. Lehrerseminar in Jerusalem, kehrte jedoch 1914 nach Österr. zurück, wo er ab 1917 im Rahmen der von Siegfried Bernfeld gegr. Jüd. Pädagog. Kurse lehrte. Ab 1919 arbeitete er in London für die World Zionist Organization und die Zionist. Exekutive, zuerst als Sekr. von Julius Simon und zuletzt als deren Gen.sekr. sowie enger Berater Chaim Weizmanns. Nach seiner Rückkehr 1921 leitete S. das von Chajes (s. d.) gegr. Hebr. Pädagogium in Wien. In den 1930er Jahren an Tuberkulose erkrankt, floh S. 1938 über Italien nach Palästina, wo er in Jerusalem krank und vereinsamt lebte. S., dessen gesammelte Mss. während des 1. Weltkriegs zum größten Tl. verloren gingen, wurde in der hebr. Literatur durch elf Ged. berühmt, die ihn für manche als einen Bahnbrecher der Moderne und einen der bedeutendsten Lyriker nach Chaim Nachman Bialik erscheinen lassen. S. verehrte Peter Altenberg (s. Richard Engländer) und Karl Kraus (s. d.) und war befreundet mit Beer-Hofmann und Arthur Schnitzler (beide s. d.), mit Arnold Schönberg, Hermann Broch, Soma Morgenstern und Elias Canetti, der ihm in seiner Autobiographie ein Denkmal setzte. In Jerusalem wiederum pflegte S. eine freundschaftl. Beziehung zu der israel. Literaturkritikerin Lea Goldberg.

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  • Geburtsort > Przemyśl
  • Sterbeort > Hod haScharon

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