Smetazko, Moritz

Smetazko Moritz, Ps. Smets Moritz, Fachschriftsteller und Buchhalter. Geb. Wien, 16. 12. 1828; gest. Währing, NÖ (Wien), 22. 4. 1890; röm.-kath.

– Nach Besuch des Benediktinergymn. in Kremsmünster begann S. ein Stud. an der Univ. Wien, wo er sich als Mitgl. der Akadem. Legion an der Revolution von 1848 beteiligte. Nach deren Niederschlagung mußte S. flüchten und konnte erst im darauffolgenden Jahr zurückkehren. Er beschäftigte sich nun mit Handelswiss. und neueren Sprachen und arbeitete als Buchhalter und Korrespondent diverser Handelshäuser in Wien. 1864 übernahm er eine Leihbibl., die er allerdings bereits 1866 aus Krankheitsgründen wieder aufgeben mußte, danach lebte er als freier Schriftsteller zumeist in Gloggnitz. Er übers. aus dem Engl., Französ. und Italien., trat aber in erster Linie mit – meist volkstüml. – hist. Schriften hervor. Heute noch bekannt ist er durch den von ihm ed. zweiten Bd. von H. Reschauers (s. d.) „Das Jahr 1848. Geschichte der Wiener Revolution“, 1872.


Werke: Geschichte des Dt. Reiches, 1873; Wien im Zeitalter der Reformation, 1875, Neudruck 1969; Geschichte der Oesterr.-Ung. Monarchie ... Ein Volksbuch, 1878; Wien in und aus der Türken-Bedrängniß ..., 1883; Erinnerung eines Achtundvierzigers, in: Heimgarten 1, 1888; etc.
Literatur: NWT, 23. 4. 1890; Brümmer; Czeike; DBE; Eisenberg 1; Giebisch–Gugitz; Kosch; M. Schmolke, Wegbereiter der Publizistik in Österr. (= Neue Aspekte in Kultur- und Kommunikationswiss. 6), 1992, bes. S. 242f.
Autor: (E. Lebensaft)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 12 (Lfg. 58, 2005), S. 369f.

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