Skiba, Eduard Władysław

Physiker, geb. 24.4.1843 in Warschau, gest. 2.2.1911 in Krakau

AB. – Sohn eines Kaufmannes. S. stud. 1861/62 Physik, Mathematik und Phil. an der Univ. Krakau, dann an der neu eröffneten Höheren Lehranstalt in Warschau, 1867/68 spezialisierte er sich in Heidelberg in Physik; 1868 Mag. der mathemat.-physikal. Wiss.; danach Ass. am Inst. für Physik der Univ. Krakau; 1869 Dr. phil., 1870 Priv.Doz. für theoret. Physik. 1872 ao. Prof. für Physik, übernahm er den neu errichteten Lehrstuhl für mathemat. Physik an der Univ. Krakau. Er publ. 12 Arbeiten aus dem Bereich der experimentellen und theoret. Physik, u. a. über die Beschleunigungsgleichung in der Elastizitätstheorie, über Optik und Elektrizität. Letztere Ergebnisse waren zum Zeitpunkt ihres Entstehens aber bereits veraltet. Sein Lehrbuch „Mechanika analityczna“ konnte aufgrund fehlender Mittel nicht publ. werden. In Experimenten beschäftigte sich S. mit barometr. Vermessungen in Westgalizien (gem. mit S. Kuczynski) und der Untersuchung von magnet. Erscheinungen in Krakau. Als er 1880 aus gesundheitl. Gründen i. d. R. trat, wurde der Lehrstuhl für theoret. Physik aufgelassen und erst 1896 reaktiviert, nachdem Natanson (s. d.) ao. Prof. geworden war. S., der k. M. der mathemat.-naturwiss. Abt. der Poln. Akad. der Wiss. (1873) und Mitgl. der Acad. des Sciences in Paris war, übers. im Ruhestand Lehrbücher für Physik (u. a. „Nauka elektrostatyki“ von E. T. Kötteritzsch) und forschte über Thermodynamik, Mechanik und auf dem der Gebiet Mathematik, ohne seine Ergebnisse jedoch zu publ.

Networks

Naturwissenschaft

Links

Personen

Orte

  • Geburtsort > Warschau
  • Sterbeort > Krakau

Institutionen