Škorpil, Ferdinand

Škorpil Ferdinand, Pathologischer Anatom, Onkopathologe und Schriftsteller. Geb. Prag, Böhmen (Praha, Tschechien), 14. 6. 1903; gest. ebd., 29. 9. 1950.

– Sohn eines Arztes. Ab 1922 stud. S. Med. an der Univ. Prag; 1929 Dr. med. In seiner Stud.- zeit 1926 Volontär, 1927 Demonstrator, 1928 unbezahlter Ass., war er ab 1930 als honorierter Ass. in der histolog. Abt. des von Šikl geleiteten Inst. für patholog. Anatomie tätig und arbeitete gleichzeitig an der biopt. Station des Selbsthilfever. für Untersuchung und Bekämpfung bösartiger Geschwülste (ab 1927 Ass., 1936–46 Leiter), wo er sich als hervorragender Diagnostiker durchsetzte. 1939 Univ.Doz. für patholog. Anatomie und Histol., musste er seine Lehrtätigkeit unterbrechen, als die tschech. Hochschulen 1939 geschlossen wurden. Nach der Wiedereröffnung der med. Fak. 1945 nahm Š. seine Vorlesungen über allg. Geschwulstpathol., spezielle Pathol., Geschwulstanatomie und mikroskop. Geschwulstdiagnostik wieder auf; 1948 ao. Prof. 1949 bis zu seinem Tod leitete er die von ihm gegr. Abt.für klin. Biopsie im Zentralen Militärkrankenhaus in Prag-Streschowitz (Strešovice).Von seinen zahlreichen wiss. Abhh. in tschech. und ausländ. Fachz. sind bis heute seine Arbeiten über Geschwülste der Speicheldrüsen, der Milchdrüsen und des eosinophilen Granuloms bemerkenswert. Seine wiss. Arbeit gipfelte in einer 800seitigen Monographie über Geschwulstpathol. (1950). Als Mitbegründer der Z. „Acta radiologica et cancerologica bohemoslovenica“ war er ab 1939 deren verantwortl. Red. S. publ. auch mehrere belletrist. Werke, beliebt waren seine Feuilletons.


Werke: W. (auch s. u. Casopis lékaru ceských): K pathologické anatomii a histologii epithelových nádoru slinných žláz, in: Sborník lékarský 39, 1937, H. 7–8 (Habil.schrift);Obecná a soustavná pathologie novotvaru, 1950. – Belletrist. W.: Dobré jitro, 1934; Tvár cherubína, 1935; Mezihry života, 1947; Ohnivý šat, 1948.
Literatur: Casopis lékaru ceských 89, 1950, S. 1161ff., 1184, 1186 (m. B. und W.); Lékarské listy 5, 1950, S. 684, 8, 1953, S. 484; Vestník ceskoslovenských lékaru 62, 1950, S. 680; Biografický slovník pražské lékarské fak. 1348–1939, 2, 1993; UA, Praha, Tschechien.
Autor: (P. Svobodný)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 12 (Lfg. 57, 2004), S. 330

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