Schreiber, Karl

Schreiber Karl, Museumsbeamter. Geb. Wien, 31. 3. 1733; gest. ebenda, 18. 10. 1815.

In den Dienst der Hofbibl. getreten und dort ab 1756 zweiter Bibl.Diener, wechselte er noch zu Lebzeiten K. Franz I. oder unmittelbar nach dessen Tod, sicher aber noch vor Mitte 1766 in das Münz- und Antikenkabinett über, wo er ab 1769 als Adjunkt, ab 1781 als erster (Dion.-)Adjunkt, später auch als Kustos, tw. als erster Kustos aufscheint. S. war mit dem Smlg.Bestand moderner Münzen sowie Medaillen befaßt und fand, da er über keine höhere Vorbildung verfügte, nicht für wiss. Tätigkeiten Verwendung, sondern war wegen seiner außergewöhnlich schönen und gleichmäßigen Handschrift v. a. mit der Führung der Inventare, Kat. und Akquisitionsjournale sowie dem Schreiben der Münzzettel betraut. 1806 erhielt er die Große Goldene Verdienstmedaille an der goldenen Kette verliehen.


Literatur: Lhotsky 2/2, s. Reg., bes. S. 422; Wurzbach (s. u. Schreiber Simon); J. Bergmann, Pflege der Numismatik in Österr., in: Sbb. Wien, phil.-hist. Kl. 28, 1858, bes. S. 570f., selbständig, bes. 3, 1858, S. 36f.; B. Koch, in: Numismat. Z. 90, 1975, S. 119; WStLA Wien.
Autor: (H. Jungwirth)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 11 (Lfg. 52, 1997), S. 196

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