Schordan, Zsigmond

Mediziner, geb. 22.7.1794 in Veľké Leváre, gest. 11.4.1862 in Budapest

Sohn eines Wirtschaftsbeamten. Nach Absolv. der Mittelschule in Preßburg stud. er ab 1811 Med. an der Univ. Pest und wurde 1817 zum Dr. med. prom. Schon ab 1815 Ass. M. I. v. Lenhosséks (s. d.), bildete er sich nach seiner Prom. in den naturwiss. Fächern an der Univ. Wien weiter und suppl. ab 1818 den Lehrstuhl für Biol. an der Univ. Pest. 1821 dort Prof. der Physiol. und Höheren Anatomie, erhielt er 1822 den Lehrstuhl für Biol. und trat 1856 i. R. S., während der Choleraepidemie 1831 leitender Arzt im Krisengebiet, hielt seine dabei gewonnenen Erfahrungen fest und wies auf das Verschwinden der Blutegel während der Seuche hin. In Erkenntnis der unzureichenden Gegebenheiten bei seinem Lehrstuhl hinterließ S., seiner Verdienste wegen 1850 zum k. u. Rat ernannt, diesem einen Großteil seines Vermögens und trug damit zu dem unter seinem Nachfolger J. N. Czermak (s. d.) einsetzenden Aufschwung dieser Disziplin in Ungarn bei.

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  • Geburtsort > Veľké Leváre
  • Sterbeort > Budapest

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