Schnapper, Max von

Schnapper Max(imilian) von, Bankier. Geb. Wien, 31. 7. 1823; gest. Paris (Frankreich), 5. 1. 1900.

Sohn des Anton (s. d.) und der Marie S. (s. unter Anton S.), Cousin der beiden Folgenden; mos. Um 1850 war S. Prokurist der Wr. Fa. Wertheimsteins Sohn, spielte während des Neoabsolutismus in der Ges. eine bedeutende Rolle, übersiedelte jedoch 1867 nach Paris. Dort war er erfolgreich im Bankgeschäft tätig und befaßte sich v. a. mit der Finanzierung von Projekten im Vorderen Orient, weshalb er mit dem französ. Orden der Ehrenlegion und dem osman. Meschidie-Orden ausgez. wurde. S. war auch vielfach karitativ tätig; 1880 wurde er wegen seiner Tätigkeit als Vizepräs. des österr.-ung. Hilfsver. in Paris nob. S. war einer jener jüd. Bankiers, die die erforderl. Mittel für den wirtschaftl. Aufschwung Europas in der zweiten Hälfte des 19. Jh. bereitgestellt haben.


Literatur: N. Fr. Pr. vom 6. 1. 1900; Die Neuzeit 40, 1900, S. 18; Weimarer hist-genealoges Taschenbuch des gesamten Adels jehudäischen Ursprunges 2, 1913, S. 878f; F. B. Fray, Allg. Handels-, Gewerbs- und Fabriks-Almanach für den österr. Kaiserstaat, Jg.1850, o. J., S. 59, 178ff; Allg. Verw.A., Wien.
Autor: (J. Mentschl)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 49, 1993), S. 358

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  • geboren in > Wien
  • gestorben in > Paris