Rosenthal, Moriz

Rosenthal Moriz, Neurologe. * Großwardein (Oradea, Banat), 19. 2. (8.) 1832; † Wien, 30. 12. 1889.

Sohn eines Kaufmannes; stud. in Wien am Polytechn. Inst. 1851–53 Botanik, allg. Chemie, Mineral., Geognosie und Paläontol., an der Univ. 1853–58 Med. 1858 Dr. med., 1859 Dr. chir. und Mag.obstet. Ab 1858 arbeitete er unter Türck an der Abt. für Nervenkrankheiten im Allg. Krankenhaus. 1863 Priv.Doz. für Elektrotherapie und Neuropathol. (Pathol. und Therapie des Nervensystems); 1875 ao. Prof. für Nervenkrankheiten, erhielt er eine Ambulanz für Elektrotherapie, die später in eine Ambulanz für Nervenkranke umgewandelt wurde, als deren Vorstand er bis 1888 wirkte. R.s bes. Verdienste liegen auf dem Gebiet der Nervenpathol., der Elektrodiagnostik und -therapie. In mehreren Arbeiten beschäftigte er sich auch mit der Hysterie.


Werke: Die Elektrotherapie, ihre Begründung und Anwendung in der Med., 1865, 2. Aufl.: Die Elektrotherapie und deren bes. Verwerthung in Nerven- und Muskelkrankheiten, 1873; Klinik der Nervenkrankheiten . . ., 1870, 2. Aufl. 1875, auch französ., engl., Italien., russ.; Die Diagnostik und Therapie der Rückenmarks-Krankheiten nach dem heutigen Standpunkte dargestellt . . ., 1878, 2. Aufl. 1884; Magenneurosen und Magencatarrh sowie deren Behandlung, 1886; etc.
Literatur: N. Fr. Pr. vom 31. 12. 1889; WMW 40. 1890, Sp. 29 f.; Prof. M. R. †, in:Wr. klin. Ws. 3, 1890, S. 39; ADB; Hirsch; Jüd. Lex.; Lesky, S. 389 f.; Pagel; Univ. Jew. Enc.; Wininger; Th. Puschmann, Die Med. in Wien während der letzten 100 Jahre,1884, s. Reg.; S. Frohne, Personalbibliographien der Prof. und Doz. der Inneren Med.an der Medizin. Fak. der Univ. zu Wien . . . 1850–75, (1972), S. 86 ff.; UA Wien.
Autor: (M. Jantsch)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 43, 1986), S. 254

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  • geboren in > Großwardein
  • gestorben in > Wien