Röbl, P. Klemens

Röbl P. Klemens (Julius), OFM, Seelsorger. * Hall i. Tirol, 26. 4. 1885; † Bruck a. d. Glocknerstraße (Salzburg), 13. 11. 1950.

Trat 1901 in den Franziskanerorden ein; nach der Priesterweihe (1908) wirkte er, durch seine Tätigkeit als Religionslehrer und Volksmissionär vorbereitet, 1920–41 (ausgenommen 1929–31) an der Franziskanerpfarre St. Nikolai in Villach als charismat. begabter Jugendseelsorger. Er grüdete den Burschenver. Wulfenia und sammelte die Schüler im Ver. Jungkärnten. Ab 1924 Pfadfinder, gründete er die Landeskorps Kärnten (1924) sowie Vorarlberg (1934) und war auch an der Gründung des Korps Tirol (1930) im Österr. Pfadfinderkorps St. Georg maßgebend beteiligt. 1930–33 Landeskurat von Tirol. Später war R. in der Waldschule, der höchsten pfadfinder. Ausbildungsstufe, als Kurat tätig und machte sich um deren Ausbau hochverdient. Für die Pfadfinder besorgte er geeignete Lokale und veranstaltete Lager, Tagungen sowie Ausst. Da nach dem Anschluß Österr. an das Dt. Reich (1938) R.s Gründungen zerschlagen wurden, widmete er sich ab 1941 im Caritaskinderdorf St. Anton den behinderten Kindern; Superior des Franziskanerklosters St. Anton in Bruck.


Werke: Enttäuschte Erzieher, 2. Aufl. (1937); zahlreiche Abhh. in Z., u. a. in Kuratenbll. 2–6, 1931–36, Der Pfadfinderführer 4–9, 1933–38.
Literatur: OFM P. C. R. †, in: Unser Ziel 5, 1950/51, H. 4, S. 8 f.; P. C. R. OFM, in: Lagerfeuer 4, 1950/51, H. 4, S. 5; Mitt. aus der Tiroler Franziskanerprovinz 49, 1951, S. 667 ff.; Das österr. Pfadfinderkorps, St. Georg, 2. Aufl. 1931; M. Fux, Geschichte der Österr. Pfadfinderbewegung (= Veröff. des Kirchenhist. Inst. der kath.-theolog. Fak. der Univ. Wien 8), (1970), S. 266, 275.
Autor: (F. Nothegger)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 43, 1986), S. 198

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Orte

  • geboren in > Hall in Tirol („Solbad Hall“)
  • gestorben in > Bruck an der Großglocknerstraße