Rencki, Roman

Rencki Roman, Internist. * Rzeszów (Galizien), 19. 7. 1867; † Lemberg (L’viv), 4. 7. 1941.

Stud. 1885–90 an der Univ. Krakau Med., 1894 Dr. med. War 1893/94 Ass. an der internen Klinik in Krakau (Kraków); während der Choleraepidemie von 1894 organisierte er die Errichtung von Infektionsspitälern in der Umgebung von Krakau. 1897–1902 war er Ass. an der internen Klinik der Univ. Lemberg, 1902 Priv.Doz. für spezielle Therapie der inneren Krankheiten, 1908 ao. Prof., 1920–39 o. Prof. der internen Med. an der Univ. Lemberg und Dir. der internen Klinik. 1924–26 Dekan. R., ein vorzüglicher Diagnostiker, der sich vor allem mit Fragen aus dem Gebiet der Leukämie, Gastrol., Hämatol. und der Mikrokokken beschäftigte, bildete in Lemberg eine bedeutende internist. Schule heran. Er errichtete auf eigene Kosten an der von ihm geleiteten Klinik eine Abt. für tuberkulöse Patienten und eine ärztliche Beratungsstelle. Durch seine Initiative entwickelte sich Morszyn (Moršyn), wo er eine Forschungsstelle seiner Klinik zur Untersuchung von Wirkung und Zusammensetzung von Salz im menschlichen Organismus einrichtete, zu einem der gesuchtesten und modernsten Kurorte in den Karpaten. R. organisierte (erstmals in Polen) eine Gesundheitsfürsorge an den höheren Schulen in Lemberg sowie einige Rekonvaleszentenheime am Pruth für tuberkulöse Studenten. Er stiftete viele Stipendien für bedürftige Med.-Studenten und ein Haus für ein Studentenheim. Korr. Mitgl. der Poln. Akad. der Wiss., Ehrenmitgl. der Lemberger Ärzteges. (1909–11 deren Vorsitzender), der Ärzteges. in Lublin und Tschenstochau (Czestochowa). 1941 wurde er von der Gestapo erschossen.


Werke: O wartosci odzywczej i leczniczej mleka . . . (Über Nähr- und Heilwert der Milch . . .), 1898; Die diagnost. Bedeutung der mikroskop. Blutuntersuchungen bei Carcinomen und Ulcus Ventriculi rotundum mit bes. Berücksichtigung der Verdauungskrankheiten, 1901; Über die funktionellen Ergebnisse nach Operation am Magen bei Ulcus und gutartiger Pylorustenose, 1901; O policytemii (Über Polycythaemia), 2. Aufl. 1907; O leczeniu gruzlicy przetworami zlota (Über Tuberkulosebehandlung mit Gold), 1926; etc.
Literatur: Tygodnik Ilustrowany vom 25. 5. 1912; Przegl¿d Lekarski vom 15. 9. 1946 und 7. 1. 1964; Stolica vom 12. 4. 1964; Archiwum Historii Medycyny 28, 1965, S. 80 f.; Rocznik PAU 1933/34, 1935, S. XXXVIIf., 1939/45, 1946, S. LXVIII, S. 115 f.; W. Hahn, Kronika Uniw. Lwowskiego 1898/99–1909/10, 2, 1912, s. Reg.; Kroniki Uniw. Jana Kazimierza 1920–38; S. Loza, Czy wiesz, kto to jest, 1938; Okupacja i medycyna 2, 1975, S. 170 f., 178.
Autor: (S. Brzozowski)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 41, 1984), S. 77

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