Ramberg, Arthur Georg Frh. von

Ramberg Arthur Georg Frh. von, Maler. * Wien, 4. 9. 1819; † München (BRD), 5. 2. 1875.

Sohn des FML und Theresienritters Georg H. Frh. v. R. (1786–1855), Bruder des Gen. Hermann Frh. v. R. (s. d.), Onkel des Folgenden; stud. ab 1840 an der Akad. der bildenden Künste in Prag, 1844 wandte er sich nach Dresden, um bei Hübner zu lernen, und pflegte intensive Kontakte mit bildenden Künstlern (Rethel, Richter), Musikern (Wagner) und Schriftstellern (Freytag). Ab 1849 lebte R. in München, 1860–66 lehrte er an der Kunstschule in Weimar, 1866 wurde er Prof. an der Münchner Akad. der bildenden Künste, wo u. a. Leibl, Hirth du Frênes und Schider seine Schüler waren. R. s Werk ist der Münchner Malschule zuzuordnen. Er war ein wichtiger Repräsentant der in der 2. Hälfte des 19. Jh. beliebten Genremalerei, die sich themat. u. a. an die Holländer des 17. Jh. anlehnte und einen guten Tl. ihres Reizes durch techn. Perfektion erreichte. Daneben schuf R. Bilder aus dem bäuerlichen Leben und Szenen zu Dichtungen Schillers und Goethes. Eines seiner Hauptwerke ist das Kolossalgemälde „Friedrich II. empfängt in Palermo eine arabische Gesandtschaft“, 1865, im Maximilianeum in München.


Werke: Zeichnungen; Aquarelle; Lithographien. Ölbilder: Einzug Heinrichs I. in die Burg Puchau, 1849 (Mus. der bildenden Künste, Leipzig); Lesendes Paar im Park, 1874 (Nationalgalerie, Berlin); Nach Tisch (Bayer. Staatsgemäldesmlg., München); Dorothea, auf die Schulter von Hermann gestützt, Szene am Wasser (beide Städelsches Kunstinst., Frankfurt a. M.); etc. – Publ.: Hrsg.: Schiller-Galerie, gem. mit F. Pecht, 1859.
Literatur: A. Rümann, A. v. R., in: Die Kunst 39, 1919, S. 441 ff.; ADB; Seubert; Thieme–Becker; Wurzbach; F. v. Reber – F. Pecht, Geschichte der Neueren dt. Kunst 3, 2. Aufl. 1884, S. 241 ff.; F. Pecht, Dt. Künstler des 19. Jh., R. 4, 1885, S. 225 ff.; ders., Geschichte der Münchener Kunst im 19. Jh., 1888, S. 215 ff.; F. v. Boetticher, Malerwerke des 19. Jh. 2/1, 1898; R. Oldenbourg–H. Uhde-Bernays, Die Münchner Malerei im 19. Jh. 2, 1922, S. 66 ff.; H. Karlinger, München und die Kunst des 19. Jh., hrsg. von H. Thoma, 1966, s. Reg.; U. Immel, Die dt. Genremalerei im 19. Jh., phil. Diss. Heidelberg, 1967, S. 62 f., 151 f.; Städelsches Kunstinst. Frankfurt a. M., Kat. der Gemälde des 19. Jh., 1972, Textbd., S. 294; Neue Pinakothek München. Malerei der Gründerzeit, 1977, S. 271 f. (Kat.); H. Ludwig, Münchner Malerei im 19. Jh., 1978. S. 97; Die Münchner Schule 1850–1914, Haus der Kunst, München 1979, S. 328 (Kat.); Münchner Maler im 19. Jh. 3, 1982.
Autor: (G. Frodl)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 40, 1983), S. 406

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Orte

  • geboren in > Wien
  • gestorben in > München
  • ausgebildet in > Dresden (1844)
  • wirkte in > München (1849)

Institutionen

  • war Student > Akademie der bildenden Künste Prag (1840)
  • war o. Professor > Großherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule zu Weimar (1860-1866)
  • war Student > Akademie der Bildenden Künste München (1866)