Raabe, Karl August

Raabe Karl August, Theologe. * Preßburg (Bratislava), 2. 10. 1804; † Gmunden (OÖ), 26. 7. 1878.

Sohn eines Hutmachers; erlernte 1817/18 in Raab (Gyor) die ung. Sprache, besuchte 1818–23 das Evang. Lyzeum in Preßburg und stud. evang. Theol. AB zunächst in Ödenburg (Sopron), ab 1825 in Wien, ab 1828 in Jena. 1829 wurde er Vikar Haubners (s. d.) in Raab, 1830 Pfarrer der dt. evang. Gemeinde in Modern (Modra). Ab 1833 war er in Stadt Schlaining, ab 1841 in der dt. Gemeinde in Bösing (Pezinok) tätig. Ab 1843 wirkte er als Pfarrer in Preßburg. 1861–65 versah er das Amt des Seniors. Im Sinne einer schöngeistig bestimmten Aufklärung hatte R., ein glänzender Redner, einen weit über seine Gemeinde hinausreichenden Einfluß. Er gehörte zu den im geistig-geistlichen Leben Preßburgs wirkenden Persönlichkeiten, die vielfältige Beziehungen auch zur Bevölkerung des späteren Burgenlandes hatten.


Werke: Gedächtnispredigt für weiland Sr. Majestät Franz I. K. von Österr. . . ., 1835; Predigt am festlichen Gedächtnistage des 250jährigen Bestehens der evang. Gemeinde in Preßburg, 1856; Predigt am Dankfeste für die Wiederherstellung der ung. Verfassung, 1867; Erinnerung an das 100jährige Kirchweihfest der dt. Kirche in Preßburg, 1876; etc.
Literatur: Szinnyei; Zoványi; L. Haán, Jena Hungarica, 1858, S. 154; Á dunáninneni Ágostoai hitvallásu Evangélikus Egyházkerület névtára, 1875; Geschichte der evang. Kirchengemeinde AB zu Pozsony–Preßburg 2, 1906, S. 56 f.; K. Fiedler, Pfarrer, Lehrer und Förderer der evang. Kirche A und HB im Burgenlande (= Burgenländ. Forschungen 40), 1959; ders., Geschichte der evang. Pfarrgemeinde AB in Stadt Schlaining, 1961, S. 40 ff.
Autor: (B. H. Zimmermann)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 39, 1982), S. 358

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  • geboren in > Pressburg
  • gestorben in > Gmunden