Radaelli, Giuseppe

Radaelli Giuseppe, Fechtmeister. * Mailand, 1833; † Mailand, 7. 2. 1882.

Erlernte das Säbelfechten von seinem Bruder Bonaventura, der in Mailand eine sehr bekannte Fechtschule leitete. Nachdem R. den berühmten Säbelfechter Cavalli zum Zweikampf herausgefordert und besiegt hatte, eröffnete er in Turin einen Fechtsaal, der sehr bald allg. geschätzt wurde. An den Feldzügen 1859 und 1866 nahm er als Freiwilliger im Kav.Rgt. Monferrato teil. Ab 1868 wieder in Mailand, wurde er dort 1869 mit der Leitung der vom Kriegsmin. errichteten Scuola Magistrale di Scherma betraut, aus der die besten Säbelfechter dieser Zeit hervorgingen. R., einer der bedeutendsten Fechtmeister des 19. Jh., brachte die Kunst des Säbelfechtens nicht nur zu hohem Ansehen, sondern entwickelte auch eine neue Methode der Waffenführung (Stoß, Hieb und Parade werden dabei nicht aus dem Handgelenk geführt, sondern aus dem Ellenbogen), über welche im Auftrag des Kriegsmin. „Istruzioni per la scherma di sciabola e di spada“ veröff. und mehrmals aufgelegt wurden.


Literatur: Corriere della Sera und La Perseveranza vom 8. und 9., La Lombardia vom 9., L’Eco dello Sport vom 25. 2. 1882; S. Del Frate, Istruzione pel maneggio e scherma della sciabola, 1869; A. Angelini, Osservazioni sul maneggio della sciabola secondo il metodo R., 1877; S. Del Frate, Istruzioni per la scherma di sciabola e di spada del prof. G. R., 1885; F. Masiello, La scherma italiana di spada e di sciabola, 1887, S. XI, 128 f., 131 f., 139; J. Gelli, Resurrectio. Critica alle osservazioni sul maneggio della sciabola secondo il metodo R. del generale A. Angelini, 1888; ders., L’arte delle armi in Italia, 1906, S. 155, 158 ff.
Autor: (F. Brancucci)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 39, 1982), S. 367

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