Popovics, Sándor

Bankfachmann, Münzfachmann und Minister, geb. 22.10.1862 in Budapest, gest. 15.4.1935 in Budapest

Absolv. seine Stud. in Budapest und war ab 1884 im ung. Finanzmin. tätig. 1889 Sekretär, 1892 Sektionsrat, 1895 Min.Rat, 1903–09 Staatssekretär. 1909–18 fungierte P. als Gouverneur der Oesterr.-ung. Bank, 11. 2.–31. 10. 1918 als Finanzminister im dritten Kabinett Wekerle, 1920 als Finanzexperte in der ung. Friedensdelegation in Neuilly. 1921 war er Gründer und Vorsitzender des Staatlichen Emissionsinst, 1922 geschäftsführender Dir. des Landesfinanzrates, 1924 einer der Gründer und bis 1935 Vorsitzender der Ung. Nationalbank. P., ein überzeugter Verfechter der österr.-ung. Zollunion, des Freihandels und der Goldvaluta, spielte 1892 eine wichtige Rolle bei der Einführung der Goldvaluta und war bis 1918 bei den österr.-ung. wirtschaftlichen Ausgleichsverhh. tätig. Nach dem Ersten Weltkrieg wirkte er bei der Stabilisierung des neuen ung. Finanzwesens entscheidend mit. P. war 1906–09 Abg. der Verfassungspartei; 1927 Mitgl. des Oberhauses. 1924 Dion.Mitgl., 1926 Ehrenmitgl., 1933–34 Zweiter Vorsitzender der Ung. Akad. der Wiss., 1908 Geh. Rat.

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