Pellegrini, Giulio

Pellegrini Giulio, Sänger. * Mailand, 1. 1. 1806; † München, 12. 6. 1858.

Stud. 1817–21 als Schüler des Kapellsängers Banderali am Mailänder Konservatorium Musik und Gesang. Schon als 14jähriger verfügte er über eine voll ausgebildete Baßstimme und debut. mit großem Erfolg 1821 am Turiner Teatro Carignano in Pacinis „Falegname di Livonia“. 1822 wurde er Mitgl. der Italien. Oper in München und mußte nach deren Auflösung (1826) auch dt.sprachige Partien stud., um an das dortige Hoftheater engagiert zu werden. P. wurde bald zum kgl. bayer. Hofsänger ernannt und blieb bis zu seinem Tode gefeierter 1. Bassist der Münchner Bühne. Daneben unternahm er aber auch Gastspielreisen, die ihn u. a. an das Teatro La Fenice in Venedig und an das King’s Theatre in London führten. Zum Wohllaut seiner umfangreichen und geschmeidigen Stimme trat ein eminentes Darstellungsvermögen, wodurch er zu einem der vorzüglichsten Bassisten seiner Zeit wurde. P. war ab 1824 mit der späteren Hof- und Kammersängerin C. Moralt (1797–1845) verheiratet, deren Kontraaltstimme bes. im Konzertsaal bewundert wurde.


Werke: Hauptrollen: Gf. Almaviva (W. A. Mozart, Die Hochzeit des Figaro); Sarastro (ders., Die Zauberflöte); Osmin (ders., Die Entführung aus dem Serail); Bey Mustapha (G. Rossini, Die Italienerin in Algier); Fernando (ders., Die dieb. Elster); Macbeth (G. Verdi, Macbeth); Oberpriester (G. Spontini, Die Vestalin); etc.
Literatur: Bernsdorf; Eisenberg; Gathy; Reissmann; Schilling; G. Schilling, Das musikal. Europa, 1842; Schmidl; ADB.
Autor: (Ch. Harten)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 35, 1978), S. 400

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  • geboren in > Mailand
  • gestorben in > München