Pecháček, Franz Martin

Pechácek (Pechatschek, Pechaczek, Behatschek) Franz Martin, Musiker. * Wildenschwert (Ústí nad Orlicí, Böhmen), 10. 11. 1763; † Wien, 26. 9. 1816.

Vater des Folgenden; erhielt ersten Gesang- und Violinunterricht vom Schullehrer seiner Heimatstadt und stud. während seiner Gymnasialzeit in Leitomischl Musiktheorie bei Lambert. Später war er Schüler von Dittersdorf in Weißwasser, wo er auch philosoph. Stud. trieb. Ab 1783 war er in Wien als Musiklehrer, Komponist, Kopist und ab 1790 auch als Kapellmeister am Landstraßer Theater tätig. P., bekannt als ausgezeichneter Geiger, erfreute sich auch als Walzerkomponist großer Beliebtheit und gilt als Vorläufer von Strauß und Lanner (s. d.).


Werke: Messen; 12 Symphonien; Tänze für Orchester; Harmoniemusik; Klavierwerke; Operetten; Singspiele, u. a. Jackerl und Nannerl, 1793; ca. 30 Ballette, u. a. Das Waldweibchen, 1801; etc.
Literatur: Mozart-Jb., 1955, S. 73 ff.; Die Musik in Geschichte und Gegenwart; Fétis; Reissmann; Riemann; G. J. Dlabacz Allg. hist. Künstler-Lex. für Böhmen . . ., Bd. 2, 1815; Wurzbach; Masaryk; Otto 19.
Autor: (Ch. Harten)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 34, 1977), S. 382

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  • gestorben in > Wien