Paul, Gustav

Paul Gustav, Immunologe. * Proßnitz (Prostejov, Mähren), 13. 2. 1859; † Wien, 24. 8. 1935.

Stud. an der Dt. Univ. Prag Med., 1883 Dr. med.; war dann 1. Ass. am Inst. für gerichtliche Med. bei Maschka (s. d.), später Bez.Arzt in Karolinenthal, Horowitz und Aussig. 1895–1925 wirkte er als Dir. der Impfstoffgewinnungsanstalt in Wien. P. lehrte als Doz. für Impftechnik bei den Instruktionskursen für Amtsärzte in der Militärärztlichen Applikationsschule und hielt Vorlesungen über Somatol. und Hygiene an der Lehrerinnenbildungsanstalt. Von ihm stammt die Paulsche Probe, ein Test zur Verifizierung echter Pocken. Im Kampf gegen den Rheumatismus entwickelte er das seinerzeit viel verwendete Cutivaccin Paul. Mitgl. des Landessanitätsrates, 1919 Hofrat.


Werke: Der österr. Gerichtsarzt, 1904; Lehrbuch der Somatol. und Hygiene, 1904; Die Schutzpockenimpfung im Lichte der Wiss., 1904; Technik und Methodik der Vaccination, in: Hdb. der Technik und Methodik der Immunitätsforschung, hrsg. von R. Kraus und C. Levaditi, Bd. 1, 1908; Über Biol. und Histol. der speziellen Epithelveränderungen auf der variolierten Kornea des Kaninchenauges, 1916; Objektive Sicherung der Varioladiagnose durch den Tierversuch, 1916; Das Wesen der Hautimpfung, 1927; etc.
Literatur: RP vom 2. 4. 1917 und 13. 2. 1929; WMW, Jg. 85, 1935, S. 1271; Fischer; W. Guttmann, Med. Terminol., 12.–15. Aufl. 1920; B. Leibner–Th. Olbert, Die klin. Eponyme, 1968, S. 332 f.
Autor: (M. Jantsch)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 34, 1977), S. 348

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  • geboren in > Prossnitz
  • gestorben in > Wien