Nikola, Josef

Nikola Josef, Ps. N. J. Kola, Schriftsteller und Politiker. * Wien, 14. 1. 1816; † Wien, 9. 10. 1892.

Übernahm 1840 ein Kaffeehaus in Wien-Mariahilf, 1847 eines in Wien-Innere Stadt (Färbergasse). Ab 1842 war er Off., später Rgt.Adj. im 2. Wr. Bürgerrgt. 1848 Hptm. der Wr. Nationalgarde. 1861–72 und 1877–90 Mitgl. des Wr. Gemeinderates. Ab 1870 als Vertreter der Inneren Stadt Wiens Abg. im niederösterr. Landtag. Als Politiker setzte sich N. für die Verbesserung der kommunalen Armenfürsorge ein. Er gründete 1868 den Ver. für Fortschrittsfreunde, den ersten polit. Ver. Wiens. Seine schriftsteller. Tätigkeit begann 1846. N.s Stücke, stilmäßig Raimund und Nestroy (s. d.) verwandt, wurden in Wien und im Ausland aufgeführt. N. war eines der ersten Mitgl. des Journalisten- und Schriftstellerver. Concordia.


Werke: Eine Alpenblume, 1847; Ein vierstockhohes Haus, 1847; Verschwender aus Geiz, 1849; Ein Sohn aus dem Volke, 1849; Die Steinbrüderln, 1849; Der letzte Zwanziger, 1850; Rosenzauber, 1851; Der 27. 7. im Gebirge, 1851; Einer von der Feuerwehr, 1876; Wer ist der Papa?, 1877; etc.
Literatur: N. Fr. Pr. vom 10. und 11. 10. 1892; Wr. Ztg. vom 10. 10. 1892; O. Knauer, Der Wr. Gemeinderat von 1861–1962, in: Hdb. der Stadt Wien, Jg. 77, 1963, S. 234; G. Hahnkamper, Der Wr. Gemeinderat von 1861–64, phil. Diss. Wien, 1972; Giebisch–Gugitz; Nagl–Zeidler–Castle, Bd. 3, S. 332, 337, 808; Eisenberg, 1893, Bd. 1; Wurzbach; ADB 52; F. Schlögl, Vom Wr. Volkstheater, 1883, S. 87; J. Stern–S. Ehrlich, Journalisten- und Schriftsteller-Ver. Concordia 1859–1909, 1909, S. 175; A. Bauer, Das Theater in der Josefstadt zu Wien, 1957, S. 221 ff., 237; K. Felder, Erinnerungen eines Wr. Bürgermeisters, hrsg. von F. Czeike, 1964, S. 158 ff.
Autor: (H. Größing)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 32, 1976), S. 129f.

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