Mediz, Karl

Mediz Karl, Maler und Graphiker. * Wien, 4. 6. 1868; † Dresden, 11. 1. 1945.

Gatte der Vorigen; stud. ab 1884 an der Wr. Akad. der bildenden Künste bei Griepenkerl (s. d.), dann in München (von der Akad. abgewiesen) bei P. Wagner und Goltz (s. d.). Dort lernte M. 1888 in der Dachauer Künstlerkolonie die auch musikal. begabte Emilie Pelikan kennen, mit der er sich 1891 verehelichte und nach Studienjahren in Ungarn, Paris (Acad. Julian) und Belgien ab 1894 in Dresden lebte. In gem. Arbeit entstanden einprägsame Bildnisse, monumentale Landschaften und symbol.-historisierende Darstellungen, in denen Elemente der Kunst Hodlers, Segantinis u. a. enthalten sind. Das in einer Kollektivausst. im Wr. Hagenbund 1903 und in der Hrsg. von Mappenwerken gipfelnde Schaffen wurde durch den frühen Tod der Gattin beendet.


Werke: Duino, 1896; Im Park zu Lapad, 1897; Die Zirbelkiefer, 1905; Der Bundschuh rückt an, 1907; Die 4 Eisheiligen, Österr. Galerie, Wien; Die Saligen etc. Mappen: Aus der Residenz Dresden, Photogravüren nach Bildnissen, eingeleitet von W. v. Seidlitz, 1895; Aus Belgien (Volkstypen).
Literatur: N. Fr. Pr. vom 21. 2. 1903; Dresdner Ztg. vom 5./6. 6. 1943; Z. für bildende Kunst, NF 14, 1903, S. 207 ff.; The Studio 34, 1905, S. 95 ff.; Dt. Kunst und Dekoration 22, 1908, S. 229 ff.; R. Bruck, K. M., 1904; F. Jansa, Dt. bildende Künstler in Wort und Bild, 1912, S. 396; Bénézit; Thieme–Becker; Kosch, Das kath. Deutschland; Wer ist’s? 1906–35; 7. Ausst. Hagenbund Wien, 1903 (Katalog); Ausst. K. M. und E. M.-Pelikan, Gemälde und Zeichnungen, Dresden 1943
Autor: (G. Wacha)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 27, 1974), S. 185f.

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