Marienburger, Georg

Marienburger Georg, Schriftsteller und Verwaltungsbeamter. * Kronstadt (Brasov, Siebenbürgen), 18. 1. 1751; † Mühlbach (Sebes, Siebenbürgen), 18. 6. 1817.

Sohn eines Schusters; besuchte ab 1768 das Gymn. in Kronstadt, stud. 1773–75 in Jena evang. Theol. AB und war dann bis 1782 als Seelsorger in Weidenbach, ab 1783 als Leiter der Schule in Mühlbach, welche er in ein Gymn. umwandelte, reformfreudig tätig. Ab 1788 in Gubernialdiensten, trat er, ab 1790 in Mühlbach wirkend, als Stuhlrichter i. R. Abgesehen von den wenigen Beitrr. und Gedichten in der Nachfolge Denis’, die in den siebenbürg. Periodika erschienen, sind M.s Schriften in den „Auszügen und Betrachtungen“ konzentriert. Seine polit. Verse spiegeln in erstaunlichem Maß den Geist der Aufklärung und die Ideenwelt der Revolution von 1789 wider.


Literatur: Autobiographie, in: G. M., Auszüge und Betrachtungen über verschiedene Gegenstände, Manuskript, Staatsarchiv, Hermannstadt; Archiv des Ver. für siebenbürg. Landeskde. 40, 1923, S. 427 ff.; Mitt. aus dem Baron Brukenthal. Mus. . . . 9/10, 1944, S. 34 ff.; D. Krasser, Geschichte des evang. Gymn. in Mühlbach, in: Programm des vierklassigen evang. Gymn. AB . . . Mühlbach, 1856, S. 1 ff., 1857, S. 26 ff.; C. Göllner–H. Stanescu, Die Aufklärung bei den Siebenbürger Sachsen und den Banater Schwaben, 1973, s. Reg.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 26, 1973), S. 91

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  • geboren in > Kronstadt
  • gestorben in > Mühlbach