Mayr, P. Philipp Benitius

Mayr P. Philipp Benitius (Joseph), O. S. M., Theologe und Schriftsteller. * Solbad Hall (Tirol), 17. 12. 1760; † Innsbruck, 15. 6. 1826.

Sohn eines Aufsehers im Haller Salzbergwerk; stud. an der Univ. Innsbruck kath. Theol. und Phil. Er trat 1777 in den Servitenorden ein, wurde 1799 zum Lektor der Moral- und Pastoraltheol., 1804 zum Prof. der Religionsphil. an der Hauslehranstalt seines Klosters und 1806 zum Prof. der Ästhetik an der Univ. Innsbruck bestellt. 1811 erhielt er auch die Lehrkanzel für Phil. 1820 wurde er mit der Führung des Lyzeums betraut, welches aus der aufgelösten Univ. Innsbruck hervorgegangen war. 1823 mußte er seine öff. Lehrtätigkeit infolge zunehmender Erblindung aufgeben. M., ein hervorragender Prediger, zeigte eine ursprüngliche Anlage zur Dichtkunst und versuchte sich auch als Maler. Nach seinen Ideen wurde die Innsbrucker Servitenkirche von Schöpf, einem Schüler von Mengs, mit Fresken ausgemalt.


Literatur: Programm des Gymn. Hall/Tirol, 1873/74, S. 18 f.; A. Oberhammer, Ph. B. M., ein Tiroler Dichter, phil. Diss. Innsbruck, 1923; A. Pichler, Zur neueren dt. Dichtung in Tirol, in: Österr.-Ung. Revue 13, 1892, S. 161 f.; S. M. Prem, Geschichte der neueren dt. Literatur in Tirol, 1922, S. 176 ff.; M. Enzinger, Die dt. Tiroler Literatur, 1929; Giebisch–Gugitz; Giebisch–Pichler–Vancsa; Kosch; Nagl–Zeidler–Castle, Bd. 1, S. 663 f.; H. Hochenegg, Die Tiroler Kupferstecher, in: Schlern-Schriften, Bd. 227, 1963, S. 123; Wurzbach; Kosch, Das kath. Deutschland; Haller-Buch, in: Schlern-Schriften, Bd. 106, 1953, S. 526.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 25, 1972), S. 441

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  • geboren in > Hall in Tirol („Solbad Hall“)
  • gestorben in > Innsbruck