Löwenthal, Johann Frh. von

Löwenthal Johann Frh. von, General und Diplomat. * Wien, 4. 7. 1803; † Paris, 14. 2. 1891.

Vetter des Folgenden; trat nach philosoph. Stud. in Wien 1824 als Kadett beim Ulanenrgt. 4 ein, bei dem er 1825 zum Lt. vorrückte. 1827 zum Oblt. im Dragonerrgt. 2 und 1832 zum Rtm. im Husarenrgt. 2 befördert, war L. 1836 als Adj. des Rgt.-Inhabers, Erzh. Palatin Joseph Anton (s. d.), in Verwendung. 1845 Mjr., machte er den Feldzug 1848 in Oberitalien und jenen von 1849 als dem russ. Auxiliarkorps zugeteilter Kolonnenführer in Ungarn mit. Im Dezember 1852 wurde L. dem Kriegsmin. FML Csorich (s. d.) für Büroarbeiten zugeteilt, 1854 kam er in gleicher Verwendung zu GM Bamberg (s. d.), dem Chef der III. und IV. Sektion im Armeeoberkmdo., und war auch kurzfristig in das Hauptquartier des FM Hess (s. d.) in den Donaufürstentümern kommandiert. 1855 Obst., verblieb L. zunächst in seiner Verwendung beim Armeeoberkmdo., bis er am 26. 4. 1857 der k. k. Internuntiatur in Konstantinopel zugeteilt wurde, 1858 wurde er dann zum ersten k. k. Militärattaché bei der Botschaft in Paris ernannt. Während des Krieges von 1859 hielt er sich in Brüssel auf (April bis August), dann wirkte er wieder als Attaché in Paris. 1861 erhielt L. den Titel eines GM. Im Dez. 1868 von seinem Dienstposten enthoben, war L. in den folgenden Jahren bis zu seinem Tod der Präsidialsektion des Min. des Äußern zugeteilt; 1871 Frh., 1. 11. 1876 FML-Titel.


Literatur: Armeebl. vom 18. 2. 1891; V. Silberer, Die Generalität der k. k. Armee, Bd. 1, 1877, S. 366: G. Amon R. v. Treuenfest, Armee-Album, 1889, S. 79; J. Ch. Allmayer-Beck, Die Archive der k. u. k. Militärbevollmächtigten und Milit.-Adjoints im Kriegsarchiv Wien, in: Österr. und Europa, Festgabe für H. Hantsch, 1965, S. 365; K. A. Wien.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 24, 1971), S. 293

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  • geboren in > Wien
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