Lierheimer, P. Bernhard

Lierheimer P. Bernhard (Franz Xaver), O.S.B., Theologe. * Eichstätt (Bayern), 1. 12. 1826; † Bozen-Gries (Südtirol), 9. 12. 1900.

Stud. 1846–52 Phil. und Theol. in Rom, 1850 Priesterweihe, 1852 Dr.theol. War mit Papst Pius IX. befreundet und half ihm bei der Flucht nach Gaeta (1848). Nach Abschluß der Stud. war L. in der Seelsorge in Neumarkt und Ellingen tätig, 1855 Religions- und Geschichtsprof. am Alten Gymn. in München (Wilhelmsgymn.), 1861 Hofprediger an der St. Michaelskirche in München, 1862 Religionsprof. am kgl. Max-Josef-Stift. 1872 legte er in der Benediktinerabtei Muri-Gries (Bozen) die Ordensgelübde ab und wirkte dann als Prof. für Dogmatik und Exegese. Ab 1875 auch Bibliothekar, vermochte er den Bestand der Bibl. mehr als zu verdoppeln. Daneben legte er eine Medaillensmlg. an, die bei seinem Tod nahezu 8000 Stück umfaßte. 1891 eröffnete die Abtei an ihrem Gymn. in Sarnen (Schweiz) ein Lyzeum, dessen erster Philosophieprof. L. wurde. Zugleich verwaltete er dort die staatliche Kantonsbibl. L. war ein gesuchter Exerzitienmeister, besonders für Priester. Er verfaßte zahlreiche Predigtwerke (mit verschiedenen Aufl.) sowie hist. Stud.


Literatur: Tagebuch 1871–1900, Manuskript, Stiftsarchiv, Muri-Gries, Bozen; Jahresber. der Kantonalen Lehranstalt Sarnen, 1901; Geschichtsfreund der 5 eidgenöss. Orte der Innerschweiz, Bd. 56, 1901; Anzeiger für Schweizer Geschichte, N. F., Bd. 9, 1911; Scriptores O.S.B.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 23, 1971), S. 211

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  • geboren in > Eichstätt
  • gestorben in > Bozen