Lederer, Karl

Lederer Karl, Widerstandskämpfer. * Wien, 22. 12. 1909; † Wien, 10. 5. 1944 (hingerichtet).

Stud. an der Univ. Wien Jus, 1933 Dr.jur. Nach Ableistung der Gerichtspraxis trat er im Dezember 1936 als Aspirant in den Dienst der Finanzprokuratur in Wien. Aus dieser Stellung wurde er als „jüdischer Mischling“ im Feber 1939 entlassen. L. gehörte der Vaterländ. Front und ab 1936 den Ostmärk. Sturmscharen an. 1939 kam er mit dem ehemaligen Polizeikomm. Dr. E. Röder in St. Pölten in Kontakt und betätigte sich führend in der Widerstandsgruppe „Österr. Freiheitsbewegung“ (ÖF). Diese Gruppe nahm mit der Widerstandsgruppe des Klosterneuburger Chorherrn K. R. Scholz Verbindung auf. Die beiden Gruppen schlossen sich zusammen und L. verfaßte das Statut und zahlreiche Flugbll. gegen die Nationalsozialisten. Er wurde 1940 mit zahlreichen anderen Mitgl. dieser Gruppe verhaftet und vom Volksgericht zum Tode verurteilt.


Literatur: O. Molden, Der Ruf des Gewissens, 1958; Dokumentationsarchiv des Österr. Widerstandes, Wien.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 21, 1970), S. 83

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