Latzko, Adolph Andreas

Latzko Adolph Andreas, Ps. Carl Seelig, Schriftsteller. * Budapest, 1. 9. 1876; † Amsterdam, 11. 9. 1943.

Kam in jungen Jahren nach Österr.; während des Ersten Weltkrieges war er in München, dann in Salzburg und in der Schweiz als freier Schriftsteller tätig. Ab 1931 lebte er in Amsterdam, wo ihm 1948 ein Denkmal errichtet wurde. L.s Werke wurden zur Zeit ihrer Veröff. viel gelesen. In gewandter Erzählform stellte er seine weltanschaulichen Tendenzen, das Sinnvolle im diesseits- und daseinsgebundenen Leben sehend, erlebnishaft dar. L. schrieb gegen die Nutznießer des Krieges und schilderte glaubhaft den Zusammenhang zwischen der Härte des Kriegsgeschicks und der Gleichgültigkeit allzu vieler Menschen gegenüber der Lebensnot im Frieden.


Literatur: Wr. Ztg. vom 15. 7. 1933; A. und S. Latzko, Levensreis. Herinneringen, 1950; Giebisch–Gugitz; Giebisch–Pichler–Vancsa; H. Kindermann, Wegweiser durch die moderne Literatur in Österr., 1954; Kosch; Kürschner, 1914–17, 1934; Nagl–Zeidler–Castle 4, S. 1200 und 1886; Trausch; Das geistige Ungarn; Révai 12; Mitt. W. J. v. Hoboken, Amsterdam.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 21, 1970), S. 43f.

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