Kunz, Josef

Kunz Josef, Lyriker und Erzähler. * Olmütz (Olomouc, Mähren), 6. 11. 1822; † Storozynetz (Storožynec’, Bukowina), 31. 1. 1884.

Kam in jungen Jahren als Verwaltungsbeamter nach Siebenbürgen und von dort als Polizei-Koär. nach Dés, dann als Bezirksaktuar zum Bezirksamt Magyárlápós. Nach Auflösung dieserÄmter in Siebenbürgen 1861 entlassen, wurde K. 1863 als Bezirksaktuar in Storozynetz wieder in den Staatsdienst aufgenommen. Nebenberuflich Schriftsteller, verfaßte er viele Erzählungen, Novellen sowie Gelegenheits- u. a. Gedichte, die vor allem in Ws., Sonntagsbll. und Hauskalendern der Bukowina erschienen. Seine Natur- und Stimmungsgedichte sind feinsinnig und gefühlsbetont. Für die balladenhaft wirkende Gedankenlyrik wählte K. oft hist. und weltanschauliche Stoffe. Mit seiner erzählenden Prosa wirkte er durch inhaltlich ansprechende Themen und lebendige Gestaltung.


Literatur: Heimat (Radautz), Jg. 8, 1927, n. 3; Heuland (Freilassing) 15, 1962, n. 32; Nagl–Zeidler–Castle 3, s. Reg.; Mitt. E. Beck, Stuttgart.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 19, 1968), S. 355f.

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  • geboren in > Olmütz
  • gestorben in > Storozhynets’