Krieg von Hochfelden, Franz Frh.

Krieg von Hochfelden Franz Frh., Verwaltungsbeamter. * Rastatt (Baden), 10. 12. 1776; † Wien, 17. 4. 1856.

Stammte aus elsäss. Adel; nach kurzer Dienstleistung in der k. Armee 1793 trat er in den Verwaltungsdienst und absolv. nebenbei das Jusstud. an den Univ. Lemberg und Krakau. Wurde 1803 Konzipist beim Krakauer, später beim Lemberger Gubernium, 1807 Präsidialsekretär, 1808 Gubernialrat, 1809 dem Hofkomm. Gf. Wurmbrand zugeteilt, 1810 Kreishptm. in Brzezany, 1815 Hofrat in Lemberg, 1823 zur Allg. Hofkammer versetzt, 1829 Hofkammervizepräs., 1831 Gubernialpräs. und Präs.-Stellvertreter der Galiz. Stände in Lemberg, 1847 i. R. Während seiner Dienstleistung bei der Allg. Hofkammer, wo er das Handelsdepartement leitete, brachte K. einige wichtige Handelsverträge zum Abschluß und wirkte für die Herabsetzung der Transitzölle. In Galizien machte sich K. um die Förderung des öff. Unterrichtswesens und des Verkehrsnetzes verdient, wurde jedoch wegen der zweideutigen Haltung, welche das galiz. Gubernium und vor allem diesem unterstehende Kreishauptleute anläßlich des 1846 in Westgalizien ausgebrochenen Polenaufstandes einnahmen, i.R. versetzt. K., vielfach ausgezeichnet, u. a. Frh. (1818), Geh.-Rat (1831) und Träger des Kommandeurkreuzes des St.-Stephan-Ordens in Brillanten, wurde 1851 in den neugegründeten Reichsrat berufen, in welchem er nach Kübecks Tod den Vorsitz einnahm.


Literatur: Wurzbach; Kosch, Das kath. Deutschland; ADB.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 18, 1968), S. 271

Links

Download

Lifeline

Orte

  • geboren in > Rastatt
  • gestorben in > Wien