Kretschmann, Theobald

Kretschmann Theobald, Musiker. * Winar (Vinor, Böhmen), 1. 9. 1850; † Wien, 16. 4. 1919.

Besuchte das Gymn. und 1864–70 auch das Konservatorium in Prag. Sein Musiklehrer war Hegenbarth. Er war dann als Cellist in Troppau, Linz, Salzburg (Mozarteum), Breslau (1873–76) und Bayreuth (1876) tätig und lebte schließlich in Wien, wo er 1881 Solocellist der Hofoper wurde. Neben dieser Tätigkeit veranstaltete er Kammer- und Orchesterkonzerte, in denen er auch als Dirigent und Pianist auftrat und einige Werke von Smetana („Aus meinem Leben“, „Vyšehrad“ und „Moldau“) als erster in Wien aufführte sowie Kompositionen des jungen R. Strauss zu Gehör brachte. 1889–1902 war er auch Regenschori an der Votivkirche in Wien, 1907–14 Kapellmeister an der Volksoper und ab 1909 Prof. am Neuen Wr. Konservatorium.


Literatur: Th. Kretschmann, Tempi passati (Lebenserinnerungen), 2 Bde., 1910–13; Cernušák-Štedron-Novácek; Frank-Altmann; Kosch, Theaterlex.; Riemann; Dt. Sängerkalender, 1928, S. 303–06; J. Branberger, Das Konservatorium für Musik in Prag, 1911; Otto 15; Wer ist’s? 1911.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 18, 1968), S. 262f.

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  • geboren in > Vinoř
  • gestorben in > Wien