Körösfői-Kriesch, Aladár

Körösföi-Kriesch Aladár, Maler und Kunstgewerbler. * Ofen (Buda), 29. 10. 1863; † Budakeszi, Kom. Pest (Ungarn), 16. 6. 1920.

Stud. ab 1880 an der Akad. der bildenden Künste in Budapest bei B. Székely, 1888 unterrichtete er an der Techn. Hochschule Budapest Zeichnen, 1889/90 in München bei A. v. Liezen-Mayer, dann in Venedig bei E. Blaas (s. d.). Nach zweijährigem Romaufenthalt in die Heimat zurückgekehrt, arbeitete K. 1892–1900 in der Meisterschule für Fresken von K. Lotz; Reisen führten ihn nach Griechenland, Spanien und Frankreich. 1901 ließ er sich in Gödöllo bei Budapest nieder und begründete dort gem. mit seiner Schwester L. Kriesch (1879) und seinem Schwager S. Nagy eine Künstlerkolonie, in der Entwürfe für Glasgemälde, Mosaiken und Gobelins entstanden und tw. auch ausgeführt wurden. K., dessen Bedeutung auf dem Gebiete der monumentalen Malerei lag, erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine kunstgewerblichen Arbeiten.


Literatur: J. Dénes, K. K. A., 1939 (mit Werksverzeichnis); Diszito Müveszet, 1919/20, S. 6 f.; A Hét, 1920, S. 317; Magyar Iparmüvészet, 1920, S. 25 f.; Nyugat, 1920, S. 650–53, 1936, 1, S. 208–13; Uj Idok, 1920, S. 360 ƒ.; Müvészeti Lex., 1935; A Magyarországi Müvészet története (Geschichte der Kunst in Ungarn), Bd. 2, 1962; Thieme–Becker; Révai 12, 20; Új M. Lex. 4; Das geistige Ungarn Bd. 2, 1918, S. 85; E. Kállai, Neue Malerei in Ungarn, 1925, S. 22, 104; Th. v. Frimmel, Gemäldekunde, Lfg. 2/3, 1924, S. 57.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 16, 1966), S. 48
geboren in Budapest
gestorben in Budakeszi

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