Kofler, Wilhelmine

Kofler Wilhelmine, Wohltäterin. * Bozen (Südtirol), 25. 10. 1802; † ebenda, 14. 4. 1866.

Tochter des Handelsdir. J. A. Grätzl; ab 1829 in kinderloser Ehe mit dem Arzt Josef K. vermählt. K. vermachte den Armen und Waisen in ihren Testamenten (1864 und 1866) ihr ganzes, sehr umfangreiches Vermögen und ihre tw. vom Vater und tw. vom Bruder Anton K. ererbten, gegen 44 ha umfassenden Wiesen und Felder an der Etsch bei Sigmundskron (Neufeld) und in Gries. Der Hauptanteil davon floß zu gleichen Teilen dem Armenhaus und der Kinderbewahranstalt zu, wurde aber als „Wilhelmine-Kofler-Grätzlsche Stiftung“ einheitlich verwaltet. 1932 wurde die Stiftung auf behördliche Anweisung hin gelöscht und das Stiftungsgut unter beide Anstalten aufgeteilt. Dafür wurde der Kindergarten in „K.scher Kindergarten“ umbenannt, welcher seit 1940 nicht mehr eine private, sondern eine öffentliche Einrichtung ist. Dem Kindergarten ist seit mehreren Jahren auch ein Mädcheninst., das sog. „K.-Institut“ angeschlossen. Nicht zu verwechseln ist die obengenannte Stiftung mit der dem Städt. Armenfonds zugedachten und ebenfalls heute noch bestehenden Stiftung „W. Witwe K.“.


Literatur: G. Pantozzi, Das Fürsorge- und Wohltätigkeitswesen in Bozen. Die zum Wohle der Jugend im 19. Jh. errichteten Anstalten. Zum 100jährigen Bestand der Wohltätigkeitsanstalten für die Jugend hrsg. vom Landesausschuß Bozen, 1958, S. 92–125, Scuola e Sport al 15 aprile 1962, hrsg. von der Stadtgemeinde Bozen, 1963, S. 13 u. ö.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 16, 1966), S. 57

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