Kaser, Kurt

Kaser Kurt, Historiker. * Steyr (O.Ö.), 23. 10. 1870; † Graz, 1. 11. 1931.

Sohn des Folgenden. Stud. an den Univ. Marburg und Tübingen, weilte nach seiner Promotion zum Dr.phil. (1892) längere Zeit in Rom, wo er sich mit Forschungen im Vatikan. Archiv beschäftigte. Auf Anregung E. Mühbachers habilit. er sich 1899 in Wien für Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit und beschäftigte sich in den folgenden Jahren mit der Geschichte des ausgehenden Mittelalters. An der 1903 gegründeten „Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte“ nahm er regen Anteil, seit 1909 zeichnete er als Mithrsg. 1908 kam K. als ao. Prof. nach Graz, 1914 als o. Prof. nach Czernowitz und nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zuerst als Honorarprof., seit 1924 als o. Prof. für allg. und Wirtschaftsgeschichte wieder in Graz. Dort entstanden seine wertvollsten wiss. Arbeiten, die Probleme der steir. Wirtschaftsgeschichte, besonders aber das kärntner.-steir. Eisenwesen zum Thema hatten. K. war ein Meister des Vortrages, der seine Hörer mitzureißen verstand und Vorlesungen durch Inhalt und Form zu einem Erlebnis werden ließ.


Literatur: N.Fr.Pr., Grazer Volksbl., Arbeiterwille und Tagespost vom 2. 11., Wr.Ztg. vom 3. 11. 1931; Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. 24, 1931; Carinthia I, Jg. 122, 1931, S. 99; Kürschner, Gel. Kal., 1931; Krackowizer (mit Werksverzeichnis); Kosch, Das kath. Deutschland.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 13, 1963), S. 251

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  • geboren in > Steyr
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