Jakob von Herminenthal, Wilhelm

Jakob von Herminenthal Wilhelm, General. * Budweis (Ceské Budejovice, Böhmen), 15. 8. 1878; † Innsbruck, 17. 3. 1950.

Absolv. 1893–97 die Inf.-Kadettenschule in Prag und besuchte – 1898 Lt. beim 2. Tiroler Kaiserjägerrgt. – 1898/99 die Inf.-Equitation in Trient. 1903 Oblt., absolv. er 1907 die 3. Korpsoffiziersschule in Graz, 1909 den 3. Lehrkurs der Armeeschießschule, 1912 den Maschinengewehrkurs in Innsbruck und war daneben Instruktionsoff. und Lehrer an der Einjährig-Freiw.-Schule, 1912 Hptm. Bald nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges geriet J. 1914 schwer verwundet in russ. Kriegsgefangenschaft, konnte 1918 fliehen, wurde zum Mjr. befördert, geriet aber beim Zusammenbruch in italien. Gefangenschaft, aus der er 1919 entlassen wurde. Trat 1920 in das Österr. Bundesheer ein, war 1920–22 Komp.-Kmdt. beim Alpenjägerrgt. 12, 1921 Obstlt., 1922–24 Kmdt. des 2. Baons des Alpenjägerrgt. 12. Besuchte 1924 den Informationskurs für höhere Stabsoff. in Bruck-Neudorf, wurde 1925 Kmdt. des Alpenjägerrgt. 12, 1926 Obst., 1928 mit dem Titel Gen. i.R. J., Träger vieler Auszeichnungen, wirkte nun bis zu seinem Tode als Präs. des Alt-Kaiserjägerklubs. Er veranlaßte die Hrsg. der Geschichte der vier Tiroler Kaiserjägerrgt. im Ersten Weltkrieg, war bei der Gründung der „Stiftung zum ewigen Gedenken an die vier Kaiserjägerregimenter“ beteiligt und erwarb sich größte Verdienste um den Wiederaufbau des durch Bomben im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Kaiserjägermus. auf dem Berg Isel in Innsbruck und den Anbau eines Ehrenraumes für die Ehrenbücher der Gefallenen des Ersten Weltkrieges.


Literatur: Tiroler Nachr. vom 18. 3., Tiroler Tagesztg. vom 23. 3. 1950; K. A. Wien.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 64

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  • geboren in > Budweis
  • gestorben in > Innsbruck