Hölzel, Adolf

Hölzel Adolf, Maler, Zeichner und Kunsterzieher. * Olmütz (Olomouc, Mähren), 13. 5. 1853; † Stuttgart, 17. 10. 1934.

Sohn des Folgenden; 1867 Buchdruckerlehrling bei F. A. Perthes in Gotha, arbeitete dann 1870–75 im Geschäfte seines Vaters. Wandte sich der Malerei zu und stud. 1875/76 an der Wr. Akad. d. bild. Künste bei A. Eisenmenger (s. d.), Ch. Griepenkerl (s. d.) und C. Wurzinger, 1879–81 an der Akad. d. bild. Künste in München bei F. Barth und W. v. Diez. Seit 1888 lebte H. in Dachau bei München, wo er seit 1890 ein Schüleratelier unterhielt und die „Neu-Dachauer Kunst“ begründete. 1906–19 wirkte er als Prof. an der Akad. in Stuttgart, auch hier eine Schule ins Leben rufend, die wachsenden Einfluß gewann. H., führend am Impressionismus, Naturalismus und an der abstrakten Malerei beteiligt, schuf außer zahllosen kleinen Pastellbildern und Zeichnungen große religiöse Ölgemälde und leuchtende Glasfenster und belebte die Gesetze der alten Wandmalerei neu.


Literatur: R. Hönigschmid, Sudetendt. Kunst seit 1800, in: Stifter-Jb. 1949, S. 53; E. Schremmer, A. H., ebenda, S. 78f.; H. Hildebrandt, A. H., Maler, in: Werk, Architektur, Kunst, künstler. Gewerbe, 1953, n. 4, S. 99–104; ders., Katalog der Gedächtnisausst. zum 100. Geburtstag von A. H., veranstaltet vom Stuttgarter Galeriever., 1953; Thieme–Becker; Kunst und Kunsthandwerk 16, 1913, S. 648f.; Wer ist’s? 1908.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 9, 1959), S. 359

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  • geboren in > Olmütz
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