Gyrowetz, Adalbert

Gyrowetz Adalbert, Komponist und Hofkapellmeister. * Böhm. Budweis (Ceské Budejovice, Böhmen), 19. 2. 1763; † Wien, 19. 3. 1850.

Stud. Jus und kam als Sekretär des Gf. Fünfkirchen nach Wien, wo er Mozart, Haydn und Dittersdorf kennenlernte; zwei Jahre Schüler Salas’ in Neapel, kam er über Mailand nach Paris und London, wo er während seines 3jährigen Aufenthaltes die Oper „Semiramide“ schrieb, deren Aufführung durch den Brand des „Pantheons“ verhindert wurde, wobei auch die Partitur verbrannte. Wegen seiner jurid. Stud. und der Kenntnis von 6 Sprachen wurde G. zum k. Legationssekretär an mehreren dt. Höfen ernannt; er verkehrte viel mit Goethe. 1804–31 Hofkapellmeister und Dirigent der Wr. Hofoper. „Robert, oder die Prüfung“, 1813, gefiel Beethoven so gut, daß er sich die Oper mehrere Male anhörte. G.s letzte Oper „Hans Sachs“ wurde teilweise in Konzerten in Wien 1836 und 1837 aufgeführt.


Literatur: Biographie des A. G. (Autobiographie), 1848, neuhrsg. von A. Einstein, in: Lebensläufe dt. Musiker, Bd. 3 und 4, 1915; Fétis; Frank; Grove; Riemann; Wurzbach; ADB; Enc.It.; Smlg. Mansfeld, Wien.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 114

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  • geboren in > Budweis
  • gestorben in > Wien